Neue Tag Heuer Smartwatch: Infos & Einschätzung Tag Heuer Modular

veröffentlicht am 14. März 2017 in News und Updates von
Neue Tag Heuer Smartwatch: Infos & Einschätzung Tag Heuer Modular

Die Tag Heuer Modular ist da: Mit wechselbaren Elementen, 50 Meter Wasserdichte, GPS und vielen weiteren Features macht die Tag Heuer Connected Modular 45 Eindruck. Wir haben alle Infos und eine Ersteinschätzung.

Eigentlich hatten wir die Vorstellung eines Tag Heuer Connected Nachfolgers für die Baselworld 2017 erwartet. Doch CEO Jean-Claude Biver wäre nicht einer der erfolgreichsten Uhren-Manager, würde er nicht regelmäßig der Konkurrenz ein Schnippchen schlagen. So auch mit der Tag Heuer Modular geschehen, die am 14. März vorgestellt wurde und noch am gleichen Tag in den Verkauf ging.

Lange sah es so aus, als würde die neue Tag Heuer Smartwatch nur ein passables Soft- und Hardware-Update der ersten Generation werden, doch nach der Pressekonferenz, die unter anderem live per Facebook gestreamt wurde, steht eins fest: Tag Heuer hat Smartwatches verstanden. Dieses Gefühl hatten wir bereits Ende 2015, als das Unternehmen – als erster Schweizer Luxusuhrenhersteller überhaupt – eine vollwertige Smartwatch auf den Markt brachte, die auch noch reißenden Absatz fand. Im kommenden Jahr wurden 56.000 Tag Heuer Connected Modelle verkauft und damit deutlich mehr als erwartet.

Nun also tritt die Tag Heuer Modular in die Fußstapfen der Tag Heuer Connected und bringt einige ziemlich interessante Features mit. Das bezieht sich nicht nur auf die Software und die Sensorik, sondern auch auf das völlig neue, modulare Konzept der Tag Heuer Modular. Wir haben für euch alle Infos in diesem Artikel zusammengefasst und wagen eine Ersteinschätzung. In einer Woche haben wir dann die Möglichkeit, die Tag Heuer Modular auf der Baselworld zu begutachten. Für weitere Infos solltet ihr euch schon mal den Link zum Baselworld Live-Blog speichern.



Inhalt

 

Tag Heuer Modular: Smartwatch – neu gedacht

Tag Heuer Modular

Die Tag Heuer Modular ist zweifelsfrei die interessanteste Smartwatch des noch frischen Jahres 2017. Nicht nur, weil es sich um eine Luxus-Smartwatch eines Schweizer Uhrenherstellers handelt, sondern vor allem, weil sie keine Tag Heuer Connected 2.0 ist. Das größte Pfund bringt die Tag Heuer Modular mit ihrem neuen, modularen Konzept auf die Waage.

Die neue Smartwatch besteht aus mehreren, individuell tauschbaren Modulen. Dazu gehört eine farblich anpassbare Lünette, Armbandaufnehmer in verschiedenen Ausführungen und Materialien (z.B. Roségold, Edelstahl, Titan), wechselbare Armbänder (Silikon, Echtleder, Metall) und selbst das Gehäuse ist austauschbar. Tag Heuer denkt hier langfristig. Das Smartwatch-Gehäuse kann mit zwei einfachen Handgriffen aus dem Rahmen gelöst und aktuell durch zwei mechanische Uhrwerke ersetzt werden. Einerseits bietet das Schweizer Unternehmen ein Standard-Carrera-Laufwerk an, wer es etwas exklusiver haben möchte, tauscht das Connected-Drive gegen ein Heuer-02T-Werk. Das “T” steht dabei für Tourbillon, eine spezielle Uhrenkomplikation, die Gangungenauigkeiten ausgleichen soll. Diese entstehen z.B. durch die Schwerkraft. Tag Heuer stellt zum Release der Tag Heuer Modular 1.000 O2T-Werke zur Verfügung, die mit ordentlich Aufpreis zusätzlich gekauft werden können.

Tag Heuer Modular

Das Modular-Konzept geht aus unserer Sicht auf. Insgesamt 56 verschiedene Varianten der Tag Heuer Modular kann sich der User zusammenbauen und somit seine einzigartige Smartwatch kreieren. Darüber hinaus bietet Tag Heuer seinen Kunden die Möglichkeit, eigene Watchfaces zu kreieren und dabei als Basis aus bekannten Tag Heuer Modellen zu wählen. Das alles funktioniert per Watch Selector auf der Tag Heuer Website. Dort kann man sich – ähnlich wie bei einem Auto-Konfigurator – seine eigene Tag Heuer Modular zusammenbauen.

 

Die technischen Highlights der Tag Heuer Modular

Tag Heuer Modular

Nicht nur das Äußere der Tag Heuer Modular ist innovativ, auch unter dem Gehäuse hat sich einiges getan. Zuerst einmal sei erwähnt, dass Tag Heuer erneut mit Intel zusammengearbeitet hat. In der Tag Heuer Modular ist daher ein Intel Atom Prozessor mit 512 MB Arbeitsspeicher und 4 GB Flash-Speicher verbaut. Ob dieser allerdings effizienter als der Snapdragon Wear 2100 von Qualcomm ist, darf bezweifelt werden. Zumindest führt das Prozessor-Update nicht dazu, dass sich die Akkulaufzeit verlängert. Noch immer ist nach ca. 24 Stunden Schluss und die Smartwatch muss ans Ladedock. Der Akku fasst 410 mAh. Die Smartwatch beherrscht außerdem Quick Charging, das heißt, innnerhalb von 1:50 Minuten ist der Akku komplett geladen. In weitaus kürzerer Zeit auch schon zu 60 Prozent (ca. 30 Minuten).




Deutlich verbessert wurde hingegen das Display der Tag Heuer Modular. Während im Vorgänger noch ein TFT-Screen verbaut war, ist nun ein AMOLED-Bildschirm mit einer Größe von 1,39 Zoll an Bord. Die Auflösung beträgt satte 400 x 400 Bildpunkte bei 287 DPI. Das sollte die ziemlich coolen Tag Heuer Ziffernblätter ordentlich erstrahlen lassen.

Sensorseitig findet sich in der Tag Heuer Modular (fast) alles, was bei einer modernen Smartwatch nicht fehlen darf: Beschleunigungssensor (Schritte, Kilometer, Kalorien, Schlaftracking), Gyroskop (Lagesensor), Neigungssensor, Mikrofon für Google Assistant Sprachbefehle, Vibrationsmotor, Umgebungslichtsensor sowie GPS und NFC. Gerade die letzten drei Eigenschaften sind besonders erwähnenswert, weil sie dem Vorgänger-Modell fehlten. Auch Tag Heuer hat es wie schon Samsung mit der Gear S3 geschafft, einen Umgebungslichtsensor ohne Flat Tire zu verbauen. Darüber hinaus ist GPS gerade bei Trainingseinheiten nützlich, denn so kann während des Sports das Smartphone zuhause gelassen werden und die Daten werden trotzdem akkurat aufgezeichnet. NFC wird in Deutschland in den kommenden Jahren ein großes Thema, bisher ist das kontaktlose Zahlen mit Tech-Devices allerdings noch nicht flächendeckend möglich.

Die Tag Heuer Modular ist sowohl mit iPhones (iOS 9+), als auch mit android Phones (android 4.3+) kompatibel und wird über den Bluetooth Low Energy Standard 4.1 gekoppelt. Außerdem kann eine Verbindung per WLAN hergestellt werden.

 

Jean-Claude Biver: “Waterproof” bedeutet gar nichts

Tag Heuer Modular

Vor allem bei zwei Features sind wir während der ca. 30-minütigen Pressekonferenz hellhörig geworden. Zum einen hat Tag Heuer CEO Jean-Claude Biver klar gemacht, dass die Bezeichnung “waterproof”, zu deutsch wasserabweisend, überhaupt nichts bringt. An dieser Stelle hätten wir gern laut und lange Beifall geklatscht. Als der Schweizer Uhrenboss dann aber erwähnte, dass die Tag Heuer Modular 50 Meter wasserdicht ist, sind wir fast vor Freude von den Redaktionsstühlen gefallen. Denn damit ist die Tag Heuer Modular die erste vollwertige Smartwatch, die tatsächlich wasserdicht ist und zum Schwimmen, Tauchen und Duschen bedenkenfrei genutzt werden kann.

Ein zweites Highlight der Pressekonferenz war, als die exklusiven und individualisierbaren Tag Heuer Watchfaces gezeigt wurden. Per Tag Heuer Companion App können die aufgespielt und selbst angepasst werden.

 

Erste Smartwatch mit “Swiss Made” Label

Tag Heuer Modular

Tag Heuer ist es gelungen, für seine neue Smartwatch das begehrte Label “Swiss Made” zu bekommen. Das wird nur verliehen, wenn mehr als 60 Prozent der Fertigung in der Schweiz stattfindet. Dazu hat Tag Heuer extra eine eigene Produktionsstraße für die modulare Smartwatch errichtet und Spezialisten von Google und Intel ins Boot geholt.

Diese Errungenschaft führt nicht nur dazu, dass auf dem Gehäuse der Uhr groß “Swiss Made” prangt, sondern wohl auch für einen ordentlichen Marketing-Effekt. Gerade bei Luxuskäufern darf das Swiss Made Label nicht fehlen. Jean-Claude Biver hat in der Pressekonferenz außerdem erwähnt, dass es beim Schaffensprozess der Tag Heuer Modular darum ging, die Vergangenheit mit der Zukunft zu koppeln. So kam die Idee zu einer modularen Smartwatch, die gegen ein Werk mit Handaufzug tauschbar ist und überwiegend in der Schweiz gefertigt wird.

 

android wear 2.0 ist an Bord

Tag Heuer Modular

Android wear 2.0 ist das bedeutendste Google Software Update seit der Entwicklung des Wearables-OS und bringt viele und einige sehr große neue Features mit.

Einerseits werden android wear 2.0 Smartwatches autarker vom Smartphone. Apps können jetzt direkt auf der Smartwatch in einem eigenen android wear App Store heruntergeladen und unabhängig vom Smartphone genutzt werden. Das ist ein riesiger Fortschritt und eröffnet App-Entwicklern ganz neue Möglichkeiten. Außerdem ist das eine gute Nachricht für alle, die ihre android wear 2.0 Smartwatch mit einem iPhone betreiben wollen. Denn bisher war genau das Zusammenspiel zwischen der Smartwatch und dem iPhone ein unüberwindbares Hindernis für viele Apps.




Ein weiteres großes Feature ist die Tastatureingabe. Bisher war es zwar möglich, Nachrichten auf einer android wear Smartwatch zu beantworten, allerdings nur per Spracheingabe. Nun kommt eine Bildschirmtastatur hinzu. Der User hat die Wahl, ob er zur Texteingabe über die Tasten swiped, was erstaunlich gut und schnell funktioniert, oder die Buchstaben der Worte einfach auf den Bildschirm zeichnet. Auch das funktioniert ziemlich schnell und zuverlässig.

Das dritte, große und erwähnenswerte neue Feature von android wear 2.0 ist die Integration des Google Assistant. Das ist eine erweiterte Version der “OK Google” Spracheingabe, die nun viel mehr nützliche Infos direkt auf der Smartwatch anzeigt. Fragt man seine Smartwatch z.B. wer die Australian Open 2017 gewonnen hat, wird nicht nur die Information “Roger Federer” angezeigt, sondern auch ein Bild und man kann den Wikipedia Eintrag direkt auf der Uhr abrufen. Da Google außerdem bald Google Home auf den deutschen Markt bringt, ist der Google Assistant auf der Tag Heuer Modular umso interessanter. Sicherlich wird es hier eine Kopplung an das Smart Home Gerät geben.

Zu guter Letzt führt Google mit android wear 2.0 auch individualisierbare Watchfaces ein. Diese können mit verschiedenen Komplikationen belegt werden und die Auswahl beschränkt sich nicht nur auf system-eigene Apps. Auch Drittanbieter können Komplikationen bereitstellen. Ein Beispiel: Möchte man den Nachrichten-Count von WhatsApp direkt auf dem Ziffernblatt sehen, kann man das zukünftig einrichten, genauso wie die Aktienkurse aus einer Drittanbieter-App oder die Wettervorhersage.

Weitere android wear 2.0 Features könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Preis und Verfügbarkeit der Tag Heuer Modular

Tag Heuer Modular

Nicht nur durch die Modularität und die exzellente Technik, auch durch einen weiteren Aspekt unterscheidet sich Tag Heuers neuer Smartwatch-Ansatz von der Konkurrenz. Mit Beginn der Tag Heuer Pressekonferenz am 14. März 2017 war die Tag Heuer Modular zum Verkauf freigegeben. Üblich ist, dass zwischen Ankündigung und Verkaufsstart ca. 3 bis 6 Monate liegen. Die Tag Heuer Modular kann auf der Tag Heuer Website konfiguriert und bestellt werden.

Wer sich ausschließlich die Tag Heuer Connected Modular 45 zulegen möchte, muss dafür 1.600 Euro bezahlen. Darüber hinaus gibt es die Smartwatch auch in einer Bundle-Version mit dem Heuer-02T-Werk für 16.650 Euro – ein Preis, den man für viele Schweizer Tourbillon-Uhren zahlen muss. Ende des Monats wird es außerdem ein Standard-Carrera Werk geben, das ebenfalls als Modul verfügbar sein wird. Hier steht der Preis noch nicht fest, handelt es sich aber um das gleiche Werk, das es auch schon beim Vorgängermodell zum Austausch gab, sprechen wir von ca. 1.500 Euro Zuzahlung.

 

Tag Heuer Modular: Die Videos der Pressekonferenz

Nachfolgend haben wir euch alle Promo-Videos zusammengestellt die es auf der Tag Heuer Pressekonferenz zu sehen gab. Darüber hinaus findet ihr auch die gesamte Pressekonferenz im Re-Live:

 

 

 

 

Unsere Ersteinschätzung der Tag Heuer Modular

 

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Florian Müller

Gründer und Chefredakteur bei smartwatch-im-praxistest.de
Florian Müller ist Gründer und Chefredakteur von smartwatch-im-praxistest.de. Seit mehr als 10 Jahren ist er als Journalist, Blogger und Experte im Bereich Marketing und SEO tätig. Seine journalistische Laufbahn begann bei einem großen Online-Musikmagazin. Schnell wurde sein selbstgeschriebener Blog zum Publikumsliebling. In den folgenden Jahren gründete er mehrere Websites im Bereich Film-, Buch-, Musik- und Technik-Reviews und leitete die Online-Magazine als Chefredakteur. Als Gadget-Geek träumt er auch noch nachts von elektronischen Alltagshelfern und technischen Spielereien.
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