ASUS ZenWatch 3

ASUS ZenWatch 3 Test
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* Preis wurde zuletzt am 24. August 2017 um 10:44 Uhr aktualisiert.


Typ ZenWatch 3
Marke Asus

Erfreulich kurz war diesmal die Wartezeit auf eine neue ASUS Smartwatch. Erst im April 2016 hat der taiwanesische Elektronik-Konzern ein Technik-Update seiner markant-eckigen ASUS Zenwatch 2 auf den Markt gebracht. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) Anfang September 2016 durfte die Fachwelt dann den Nachfolger bestaunen. Mit der ASUS ZenWatch 3 findet vor allem auf Design-Ebene ein Paradigmenwechsel für die ZenWatch-Reihe statt. Die erste runde ASUS Smartwatch durften wir im Rahmen unserer IFA-Live-Berichterstattung begutachten (hier geht’s zum Hands-On-Video). Zusammen mit den in einem ausführlichen Interview mit Marcel Kemmann (Produktverantwortlicher ASUS ZenWatch-Reihe) gewonnenen Informationen, konnten wir uns bereits einen ersten Eindruck verschaffen, wo die Stärken und Schwächen der ZenWatch 3 liegen. Nun, knapp zwei Monate nach der Vorstellung, ist die ASUS ZenWatch 3 auf dem Markt und wir haben es uns natürlich nicht entgehen lassen, die neue android wear Smartwatch ausgiebig zu testen.

Technik und Funktionsumfang

In Sachen Performance überrascht uns die ASUS ZenWatch 3 bereits bei den ersten Bedienschritten. Die Einrichtung von android wear Smartwatches war zugegeben noch nie wirklich schwierig und aufwändig – android wear App runterladen, Kopplungsanweisungen auf dem Bildschirm der Smartwatch folgen, fertig – doch bei der ZenWatch 3 fällt direkt die Geschwindigkeit auf, mit der die Kopplung und Synchronisierung erfolgt. Grund für das Speed-Plus ist der neue Snapdragon Wear 2100 Prozessor, der von Qualcomm extra für die Verwendung in Wearables entwickelt wurde. Der SoC verspricht mehr Energieeffizienz, Platzersparnis und eben eine bessere Performance. Nun könnte man vermuten, dass alle aktuellen Smartwatches, die mit dem Snapdragon Wear 2100 auf den Markt kommen, gleich schnell laufen. Doch weit gefehlt.

ASUS ZenWatch 3 Test

Wir haben die Boot-Geschwindigkeit der Asus ZenWatch 3 mit der der ebenfalls auf der IFA 2016 präsentierten und nun erhältlichen Fossil Q Marshal verglichen. Das Ergebnis: Die ZenWatch 3 ist knapp 25 Prozent schneller eingerichtet und erstsynchronisiert. Außerdem mussten wir bei der Fossil-Smartwatch immer wieder Hänger und Ruckler feststellen. Die ASUS ZenWatch 3 stellte keine App und kein Menü vor Performance-Probleme. Ganz im Gegenteil, die Untermenüs öffnen sich nahezu verzögerungsfrei, genauso wie die Funktionen auf den Hardware-Buttons. Selbst der Watchface-Tausch mit der beliebten – aber ressourcenintensiven – Drittanbieter-App „Watchmaker Premium“ lief ruckelfrei und führte nicht, wie bei anderen android wear Modellen zu gelegentlichen Systemabstürzen oder Ziffernblatt-Ausfällen.

Ein weiterer Vorteil des Snapdragon Wear 2100 versteckt sich im Detail. Wer seine android wear Smartwatch im Always-On-Modus betreibt, wird bereits bemerkt haben, dass der Wechsel zwischen animiertem Ziffernblatt und Energiespar-Ansicht nicht fließend in einander übergeht. Vielmehr blendet das Display das Ziffernblatt für einen kurzen Moment aus, bevor es in den Always-On-Modus wechselt. Gerade abends lenkt das ungewollt die Aufmerksamkeit auf die Smartwatch. Mit dem Snapdragon Wear 2100 ist das passé, denn nun blendet das Display sanft ab und wechselt komplett flüssig in den Always-On-Modus. Zuerst ist uns das bei der Fossil Q Marshal aufgefallen, aber auch die ASUS ZenWatch 3 kann mit dieser nicht ganz unwichtigen Kleinigkeit glänzen.

Überhaupt: Das Display der ASUS ZenWatch 3 ist ein echter Hingucker. Langsam aber sicher setzt sich die AMOLED-Technologie gegenüber der klassischen TFT-Technik durch und so entstehen gestochen scharfe, aus jedem Neigungswinkel gut lesbare Ziffernblätter. Auch bei der ZenWatch 3 hat man sich für ein AMOLED-Display entschieden, was ebenfalls ein Bruch zum Vorgänger ZenWatch 2 darstellt. Der 1,39 Zoll große Bildschirm der ZenWatch 3 wartet mit 400 x 400 Pixeln und einer soliden Pixeldichte von 287 ppi auf. Selbst Schriftgrößen von unter 2 Punkt stellt die ZenWatch 3 auf dem Ziffernblatt ohne erkennbare Matrix dar. Dass gerade die Qualität des Displays auch ein entscheidender Faktor für den gesamten Look & Feel einer Smartwatch ist, haben wir bereits in zahlreichen Tests erwähnt.

Hinzu kommt eine weitere Neuerung, die die ZenWatch 3 definitiv in die Display-Eliteklasse katapultiert. ASUS hat es als einer der wenigen Hersteller geschafft, einen Umgebungslichtsensor in den ZenWatch 3 zu verbauen, den man nicht sieht. Kein optisch abwertender Flat Tire auf dem Display, kein zusätzliches Sensorauge auf dem Gehäuse. Diese Funktion findet man bisher nur bei der Samsung Gear S2 und in der Ende November 2016 erscheinenden Samsung Gear S3. Softwareseitig kann man noch immer wählen, ob man mit Helligkeitssensor arbeiten möchte oder doch lieber statisch eine Helligkeitsstufe beibehalten möchte. Trotz des großen Lobs hinsichtlich des versteckten Sensors, muss an dieser Stelle aber auch ein wenig Kritik erlaubt sein: Bei der automatischen Umgebungslichtregelung hätte ein etwas helleres Grundniveau der ZenWatch 3 nicht geschadet. Gerade in sonnigen Umgebungen wünscht man sich häufig die nächsthöhere Helligkeitsstufe, um das Watchface optimal erkennen zu können. Hier hat ASUS höchstwahrscheinlich eine längere Akkulaufzeit dem helleren Display vorgezogen.

Der Snapdragon Wear 2100 der ASUS ZenWatch 3 taktet auf 1,2 GHz (Quad-Core) und verfügt über 512 MB Arbeitsspeicher sowie eine 4 GB Flash-Festplatte. Außerdem unterstützt der SoC die Quick-Charging-Funktion, die ASUS bereits seinem im April 2016 erschienenen Update der ZenWatch 2 spendiert hat. Quick-Charging bedeutet, dass die Smartwatch innerhalb von 15 Minuten auf 60 Prozent geladen ist. In unseren Tests mit der ASUS ZenWatch 3 hat das zuverlässig funktioniert. Für die restlichen 40 Prozent benötigt der in der ZenWatch 3 verbaute 340 mAh Akku ca. 40 Minuten.

ASUS ZenWatch 3 Test

Bleiben wir einen Moment beim Akku der ZenWatch 3: Mit 340 mAh besitzt die ZenWatch 3 einen etwas kleineren Akku als das Vorgängermodell (380 mAh). Die Betriebsdauer leidet aber durch einen effizienteren Prozessor und den Helligkeitssensor nicht darunter. ASUS gibt zwei volle Tage (48 Stunden) Laufzeit bei durchschnittlicher Nutzung an. In unserem Praxistest erreichen wir die Vorgabe fast. Zweimal schaltete die ZenWatch 3 nach 45 Stunden ab. Die Differenz kommt von der unterschiedlichen Auslegung des Begriffs „durchschnittliche Nutzung“. Außerdem haben wir die meiste Zeit kein Original-Ziffernblatt von ASUS verwendet, sondern das Ranger-Watchface mit verschiedenen Komplikationen in drei Totalisatoren. Trotz dieser leichten Abweichung ist die Akkulaufzeit zufriedenstellend, betrachtet man Gewicht, Größe und mAh der Uhr. Zum Vergleich: Die kapazitiv überlegene LG Watch Urbane 2nd Edition 3G (570 mAh) kommt etwa auf die gleiche Laufzeit bei Nutzung aller Sensoren, ebenso die mit dem Tizen-Betriebssystem ausgestattete Samsung Gear S2.

Offenkundig ist hingegen auch, dass sich User längere Akkulaufzeiten wünschen und deshalb nicht selten zu Geräten wie der Pebble Time (1 Woche Laufzeit) oder Fitness-Uhren wie der Fitbit Charge 2 (4 Tage) greifen. Für das Produktgenre „Smartwatch“, das gerade einmal 3 Jahre alt ist, sind die Akkulaufzeiten von ASUS und Co. allerdings ein guter Anfang – mit Luft nach oben.

Kommen wir zum Funktionsumfang der ASUS ZenWatch 3. Wie schon beim Vorgänger hat man sich auch bei der ZenWatch 3 gegen einen Herzfrequenzmesser entschieden. Man darf dieser Entscheidung skeptisch gegenüberstehen, auch wenn uns Marcel Kemmann von ASUS im Interview ausführlich die Gründe erläutert hat. Am durchschlagskräftigsten ist sicher das Argument, dass man hier keine Technik verbauen wollte, die nicht mit den mittlerweile recht hohen Ansprüchen an einen Pulsmesser mithalten kann. Immerhin wartet die Konkurrenz von Fitbit oder Garmin um die Ecke mit ambitionierten Fitness-Trackern wie dem Fitbit Charge 2 und Multisportuhren wie der Garmin vivoactive HR. Hier gehören eine unterbrechungsfreie Pulsmessung und Messgenauigkeiten von bis zu 95 Prozent zum Standard. Konventionelle android wear Smartwatches können mit diesem Niveau nicht ganz mithalten. Also ist es vielleicht konsequenter, auf einen minderwertigen Sensor zu verzichten. Da die aufgezeichneten Herzfrequenzdaten allerdings für Fitness-Apps und auch für ein exaktes Schlaftracking nützlich sind, wäre eine Integration aber sicher nicht schädlich gewesen.

Apropos Fitness-App: ASUS hat für die ZenWatch 3 eine eigene Fitness-App namens ZenFit entwickelt. Die eher einfach gehaltene App verwaltet und analysiert die mit der ZenWatch 3 aufgezeichneten Daten und stellt sie übersichtlich dar. Tägliche, wöchentliche und monatliche Fortschritte in den Bereichen Schritte, Kalorien oder zurückgelegte Strecke können so eingesehen werden, ebenso wie die durchschnittliche Schlafdauer, die wiederum in Leicht- und Tiefschlafphasen unterschieden wird und zählt, wie oft man nachts aufwacht. Dass Zusatz-Apps im Bereich Fitness immer wichtiger werden, hat ASUS verstanden, auch wenn die Informationsvielfalt nicht vergleichbar mit der von Companion-Apps von Fitbit oder Garmin ist. Auch wenn die ZenWatch 3 einen zuverlässigen 6-Achsen-Bewegungssensor besitzt, merkt man der Uhr schon an, dass sie nicht speziell auf die Sport-Zielgruppe zugeschnitten ist. Praktisch ist hingegen, dass man per Hardware-Knopf die ZenFit-App auf der ZenWatch 3 schnell und unkompliziert öffnen kann, ohne lange in Untermenüs zu suchen.

Ohnehin ist die Existenz von drei physischen Knöpfen am rechten Gehäuserand ein großes Plus. Besonders nützlich ist der Button rechts unten. Dieser aktiviert den so genannten Eco-Mode, eine von ASUS modifizierte Variante des Flugzeug-Modus. Auf Knopfdruck wird nicht nur die WLAN- und Bluetooth-Verbindung getrennt, auch die Touch-Funktion des Displays wird deaktiviert. Das verlängert einerseits die Akkulaufzeit des Geräts und ist auf Flugreisen praktisch, andererseits gibt es auch immer wieder Situationen, in denen die Touch-Funktion des Displays hinderlich sein kann. Beispielsweise wenn man wie in meinem Fall einen 4 Monate alten Sohn hat, der gern auf leuchtenden Bildschirmen mit seinen kleinen Fingern rumdrückt. Bei aktiviertem Eco-Mode wird die Smartwatch einfach zur Watch, man kann die Uhrzeit ablesen und das Display ist gegen Fremdeingriffe geschützt. Gut mitgedacht, ASUS!

ASUS ZenWatch 3 Test

Wie schon das Vorgänger-Modell besitzt auch die Asus ZenWatch 3 wieder einen Lautsprecher, der sich auf der Rückseite, kurz vor dem unteren Armbandaufnehmer versteckt. War die ZenWatch 2 noch Vorreiter in diesem Bereich, sind mittlerweile fast alle neuen android wear Smartwatches mit Lautsprechern ausgestattet, sodass es sich dann auch mit dem Alleinstellungsmerkmal erledigt hat. Trotzdem bleibt der verbaute Lautsprecher praktisch, denn so können Anrufe und eingehende Nachrichten akustisch signalisiert, Musik abgespielt und sogar Anrufe über das integrierte Mikrofon geführt werden. Für eine bessere Soundqualität und mehr Lautstärke sollte die ASUS ZenWatch 3 aber vom Handgelenk genommen werden, denn sonst liegt der Lautsprecher auf der Haut auf.

Design und Verarbeitung

Da wir bereits auf der IFA 2016 die Gelegenheit hatten, die ASUS ZenWatch 3 aus nächster Nähe zu begutachten, ist der Design-Change von eckig auf rund für uns keine Überraschung mehr. Doch stellt sich natürlich im Praxistest die entscheidende Frage, wie der Gesamteindruck, der so genannte Look & Feel der Asus ZenWatch 3 ist. Für unseren Test liegt uns die silberne Edelstahlversion mit cremefarbenem Kautschuk-Armband vor.

Um es vorweg zu nehmen: Die ASUS ZenWatch 3 schlägt alle bisherigen Smartwatches im Design, inklusive der Samsung Gear S2 Classic, die sicher sehr nah herankommt, aber gerade für den Männerarm etwas zu klein geraten ist und der LG Watch Urbane 2nd Edition 3G, die zwar ebenfalls mit drei Hardware-Tasten Eindruck macht, aber am Ende durch den SIM-Karten-Slot einen Hauch zu dick geraten ist.

Das kaltgeschmiedete 316L Edelstahl-Gehäuse der ASUS ZenWatch 3 ist mit Liebe zum Detail und Hang zu exzellenter Qualität ein absolutes Highlight der Uhr. Hier hat sich ASUS wirklich viel Mühe in der Gestaltung gegeben und auch vor einem Facettenschliff – wie es im traditionellen Uhrenhandwerk korrekt heißt – nicht zurückgeschreckt. Besonders die aus einem Block geformten Armbandaufnehmer haben uns gut gefallen und geben der ZenWatch 3 eine moderne Eleganz, die man sonst nur von hochpreisigen, konventionellen Armbanduhren kennt.

ASUS ZenWatch 3

Das Grund-Design der ASUS ZenWatch 3 bezeichnet der Hersteller als „Solar Eclipse“. Damit ist vor allem die roségoldene Lünette der Smartwatch gemeint. Wie bei einer Sonnenfinsternis sticht der Ring rot-bräunlich an den Rändern des Displays hervor. Dieses Erkennungsmerkmal findet sich auch beim mittleren Hardware-Knopf und in einem noch etwas dünneren Ring wieder, der die Oberseite des Gehäuses von der Unterseite trennt. Veredelt wird die Optik durch die filigranen Buttons, die auch haptisch ein Genuss sind. Das Drücken der Knöpfe fühlt sich nicht billig an, wie z.B. bei der Fitbit Blaze, und der Druckwiederstand ist angenehm und ausgewogen.

Auch die Unterseite der ASUS ZenWatch 3 besteht aus Edelstahl. Das macht vor allem der Verzicht auf einen Herzfrequenzmesser möglich. Das Armband fühlt sich angenehm an, sitzt gut auf der Haut und ist elastisch, aber auch rutschfest genug, um die Uhr in jeder Handgelenksposition an Ort und Stelle zu halten. Interessant ist auch die Materialwahl. Während die meisten Hersteller mit Silikonarmbändern arbeiten, hat sich ASUS für ein Kautschuk-Material entschieden. Das wirkt etwas stabiler und wertiger als Silikon und ist vor allem geruchsneutral. Wer schon einmal eine neue Armbanduhr oder Smartwatch mit Silikon-Armband aus der Verpackung genommen hat, der kennt den etwas abschreckenden, chemischen Geruch des Silikons.

Für alle, die sich nicht mit dem Gummi-Band anfreunden können, bietet ASUS auch die Möglichkeit, die ZenWatch 3 (gegen Aufpreis) mit Lederarmband zu erwerben. Werksseitig bietet der Hersteller neben dem silbernen Edelstahlgehäuse auch eine dunkle Version, die sich elegant „gunmetal grey“ nennt und wahlweise mit einem schwarzen Kautschuk- oder Lederarmband verfügbar ist. Auf der IFA 2016 hatten wir außerdem die Gelegenheit, eine dritte, roségoldene Variante der ASUS ZenWatch 3 zu begutachten, die allerdings zum Marktstart noch nicht angeboten wird. ASUS hat hier bisher auch noch keine Informationen herausgegeben, wann das speziell auf die Damenwelt zugeschnittene, dritte Modell erscheint.

Mit einem Durchmesser von 45 mm und einer Dicke von nur 9,95 mm ist die ASUS ZenWatch 3 geradezu prädestiniert, von Frauen getragen zu werden. Die Form des Gehäuses ist ohnehin nicht zu maskulin, wirkt aber an einem Männerarm immer noch elegant und angemessen. Dieser Spagat gilt in der Welt der Uhrendesigns als besonders schwierig und ASUS hat ihn mit der ZenWatch 3 aus unserer Sicht hervorragend gemeistert. Hinzu kommt das geringe Gewicht von nur 80 Gramm (60g Gehäuse, 20g Armband), das uns sehr positiv überrascht hat und für ein Maximum an Tragekomfort sorgt.

ASUS ZenWatch 3 Test

Die Verarbeitung der Asus ZenWatch 3 wirkt, wie bereits weiter oben erwähnt, sehr hochwertig – auch wenn die Smartwatch letztendlich nur nach IP67 Standard zertifiziert und damit nicht vollumfänglich wasserdicht ist. Die Zertifizierung besagt, dass man das Device maximal einen Meter unter Wasser für eine Dauer von 30 Minuten nutzen kann. Wer also die ZenWatch 3 zum Schwimmen nutzen möchte, wird leider enttäuscht. Duschen ist hingegen kein Problem. Gerade Käufer der Variante mit Lederarmband sollten allerdings von Wasserkontakt Abstand nehmen, sonst droht das Material schnell zu verblassen und steif zu werden.

Kompatibilität und Konnektivität

Bevor wir zur Systemkompatibilität kommen, gibt es ein weiteres Lob zu verteilen, das dem Ladedock der ASUS ZenWatch 3 gilt. Wer das Vorgängermodell besitzt, erinnert sich sicher an den suboptimalen Ladestecker, der sich sehr leicht von der Smartwatch trennen lies und dessen Pins immer ganz exakt positioniert werden mussten. Das haben wir auch in unserem Praxistest der ZenWatch 2 kritisiert. Doch ASUS hat bei der ZenWatch 3 deutlich nachgebessert und auf ein benutzerfreundlicheres Dock umgestellt. Der runde Ladeteller wird magnetisch an die ZenWatch 3 geheftet. Die Kabelführung des Docks lässt außerdem eine Nutzung der Smartwatch als Nightstand zu.

Auf der IFA 2016 hat uns ASUS auch ein zusätzliches Battery-Pack für die ZenWatch 3 vorgestellt, dass ähnlich wie das Lade-Dock einfach magnetisch an die Rückseite der Smartwatch angeheftet wird. Damit bleibt die ZenWatch 3 einerseits trotz Akku-Pack weiterhin tragbar, andererseits verschafft das Zusatzmodul einen ganzen Tag zusätzliche Power. Für unseren Test liegt uns das Battery-Pack leider nicht vor, deshalb konnten wir die tatsächliche Laufzeit nicht prüfen. Über einschlägige Online-Händler wird es auch noch nicht vertrieben, sodass wir davon ausgehen, dass es im Laufe des vierten Quartals 2016 oder Anfang 2017 auf den Markt kommt – vielleicht zusammen mit der roségoldenen Version der ZenWatch 3.

Die ASUS ZenWatch 3 wird per Bluetooth 4.1 Low Energy Standard mit dem Smartphone gekoppelt. Voraussetzung ist android 4.2 oder iOS 8.2. Wie bei allen android wear Geräten ist der Funktionsumfang für iPhone-Nutzer stellenweise eingeschränkt, z.B. können keine Anrufe über die Smartwatch geführt und Nachrichten per Spracheingabe beantwortet werden. In unserem Praxistest haben wir die ASUS ZenWatch 3 mit den android Smartphones LG G5 und Huawei Nova gekoppelt sowie mit einem iPhone 5s und einem iPhone 6. Sämtliche Kopplungsversuche verliefen reibungsfrei und die auf den Smartphones installierten, android wear fähigen, Apps wurden zuverlässig auf die Smartwatch übertragen. Auch das Koppeln mit verschiedenen Wifi-Netzwerken funktionierte einwandfrei.

ASUS ZenWatch 3 Test

Wie schon bei der Besprechung der Fitness-Funktionen festgestellt, hat ASUS verstanden, dass es nicht reicht, die Smartwatch APP-seitig mit Google Bordmitteln zu versorgen. Die android wear App dient lediglich zum Koppeln des Gerätes und zur Verwaltung von Notification-Berechtigungen. Daher gibt es zum Marktstart der ZenWatch 3 sechs hilfreiche Zusatz-Apps, die allerdings allesamt nur für die android Plattform zur Verfügung stehen.

Neben der oben beschriebenen ZenFit-App ist vor allem der ASUS ZenWatch Manager ein nützliches Tool, um individuelle Uhreneinstellungen vorzunehmen. Beispielsweise kann man dort einstellen, dass die Smartwatch darüber informieren soll, wenn das Smartphone außerhalb einer bestimmten Reichweite ist. Gerade für Menschen, die ihr Handy gern vergessen oder verlegen ein nützliches Tool. Ein kleines Problem ist während unseres Praxistest mit dem ZenWatch Manager aufgetaucht. Im Reiter „Meine ZenWatch“ werden normalerweise allgemeine Informationen wie z.B. Akkustand der ZenWatch 3 angezeigt. In unserem Test wurden diese Informationen allerdings nicht synchronisiert, sodass wir darauf verzichten mussten.

Für alle, die sich mit den 50 bereits vorinstallierten und teilweise individualisierbaren Watchfaces nicht zufriedengeben möchten, hat ASUS den FaceDesigner entwickelt – eine weitere Zusatz-App, die man über den Play Store oder über den ZenWatch Manager herunterladen kann. Hier kann sich der User sein eigenes Ziffernblatt frei gestalten. Obwohl die Möglichkeiten nicht ganz so vielfältig wie bei der Drittanbieter-App Watchmaker Premium sind, kann sich das Programm sehen lassen sorgt für eine spielerische Heranführung an das selbst designte android wear Watchface.

Zu den weiteren Angeboten gehören die Apps ASUS Clock (Wecker, Timer, Stoppuhr), ASUS Flashlight (Taschenlampen-Funktion) sowie ASUS Remote Camera (Fernauslöser). In unserem Praxistest haben wir vor allem die ZenFit App und den ZenWatch Manager häufig genutzt und bewerten die ASUS-eigene App-Vielfalt als positiv.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit 229 Euro für die Version mit Kautschuk-Armband und 249 Euro für die Lederarmband-Variante, liegt die ASUS ZenWatch 3 etwas über dem damaligen Einführungspreis des Vorgängers – doch immer noch deutlich unterhalb aktuell erscheinender, vergleichbarer Smartwatches. Die auf Ende November 2016 verschobene Samsung Gear S3 liegt beispielsweise bei einem Preis von 399 Euro, die im Look & Feel vergleichbare Fossil Q Wander ist mit 299 Euro bepreist und selbst die von der Verarbeitung her vergleichbare Huawei Watch liegt in der Classic-Version noch immer bei 280 Euro.

ASUS ZenWatch 3 Test

Mit Fitness-Uhren wie der Garmin vivoactive HR (ca. 300 Euro) oder gar der Garmin Fenix Chronos (1.000 Euro) kann die ZenWatch 3 aufgrund des eingeschränkten Funktionsumfangs im Activity-Tracking nicht verglichen werden. Der Verzicht auf den Herzfrequenzmesser und das fehlende GPS-Modul sind zugleich die beiden größten – und einzig wirklich relevanten – Kritikpunkte an der ASUS ZenWatch 3.

Vor diesem Hintergrund halten wir einen Preis von 229 Euro bzw. 249 Euro für angemessen. Durch das exzellente Design und die hochwertige Verarbeitung wirkt die ZenWatch 3 stets teurer und wertiger, sodass man aus der Design-Ecke heraus bereits von einem Schnäppchen sprechen kann. Mit dieser Preispolitik bleibt die ZenWatch 3 außerdem auch für android wear bzw. Smartwatch-Einsteiger attraktiv.

 

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