Casio Edifice EQB-600D

Casio Edifice EQB-600D Test
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* Preis wurde zuletzt am 24. April 2017 um 12:47 Uhr aktualisiert.


Typ Edifice EQB-600D
Marke Casio

Technik und Funktionsumfang

Ungewöhnlich aber smart – so könnte man die Casio Edifice EQB-600D kurz und knackig auf den Punkt bringen. Die smarte Analoguhr mit maskulinem Charme und hervorstechender Weltzeitzonen-Option wird per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt. Das erweitert die klassische Armbanduhr um einige intelligente Funktionen, die wir in unserem Praxistest genau unter die Lupe genommen haben.

Bevor es an die smarten Funktionen der Casio Edifice EQB-600D geht, muss zunächst der Antrieb der smarten Analoguhr näher beleuchtet werden. Die Edifice EQB-600D ist nämlich mit einem Japanischen Quartzwerk ausgestattet, das über Solarzellen, die sich auf dem Ziffernblatt befinden, angetrieben wird. Diese speisen einen Akku, der Energie speichert und an das Uhrenlaufwerk kontinuierlich abgibt. Das ist zwar nicht im digitalen Sinne eine smarte Funktion, wir finden jedoch, dass solarbetriebene Uhren mehr Aufmerksamkeit verdienen. Für den User haben sie den Vorteil, dass die Batterie nicht gewechselt werden und das Uhrwerk nicht manuell aufgezogen oder zumindest wie bei einer Automatik-Uhr dauerhaft in Bewegung sein muss. Davon profitiert außerdem die Umwelt, denn so gelangen weniger leere oder kaputte Batterien mit Restsäure in den Ökokreislauf. In unserem ca. 2-wöchigen Praxistest haben wir die Casio Edifice EQB-600D verschiedenen Lichtverhältnissen ausgesetzt und dabei festgestellt, dass die Solarzellen trotz starker Bewölkung oder schwachem Lichteinfall immer genügend Licht in Energie umgewandelt haben, um die Uhr anzutreiben. Ganz schön smart, oder?

Darüber hinaus weist die Casio Edifice EQB-600D Features auf, die jeder gute Chronograph haben sollte: Durch das so genannte Neo-Display kann man die Uhrzeit auch nachts einwandfrei ablesen. Dazu wurden die Zeiger und das Ziffernblatt mit fluoreszierenden Streifen ausgestattet. Wenn man die smarte Analoguhr zuvor einer hellen Lichtquelle ausgesetzt hat, reicht die Leuchtkraft der Zeiger nahezu die ganze Nacht, auch wenn die Helligkeit im Laufe der Zeit etwas abnimmt.

Casio Edifice EQB-600D Test

Die Uhr ist außerdem mit einer Datums- und Wochentagsanzeige ausgestattet. Besonders Letztere ist detailreich und ansprechend auf dem Ziffernblatt umgesetzt. Ebenfalls hilfreich ist die duale Zeitanzeige, auf der sich eine zweite Uhrzeit einstellen lässt. Gerade für Vielflieger eine wertvolle Funktion, da sich so recht schnell ermitteln lässt, ob die Liebsten zuhause noch erreichbar sind.

Die duale Zeitanzeige wird, genauso wie der Kalender, am besten über die Casio Companion App eingestellt. Auch eine manuelle Eingabe ist möglich, dazu nutzt man einfach wie bei einer klassischen Armbanduhr die dafür vorgesehene Krone. Eines der technischen Highlights der Casio Edifice EQB-600D ist die Weltzeitanzeige. Sie sticht optisch wie mechanisch hervor. Hierzu hat Casio einen gewölbten Erdball in einen Chronographen verbaut. Der Zeiger deutet auf die gerade eingestellte Zeitzone. Diese lässt sich konfigurieren, indem man die Krone auf der rechten Seite herauszieht. Durch Drehen der Krone springt man von Zeitzone zu Zeitzone. Die Uhrzeit in der entsprechend eingestellten Zone wird dann auf der kleinen Dual-Uhrzeitanzeige im linken unteren Chronographen angezeigt. Außerdem bewegt sich die Weltkugel so, dass man erkennen kann wo es momentan auf der Erde dunkel oder hell ist. Für einige User dürfte dieses Feature nicht mehr als eine Spielerei sein, technisch und optisch ist die Weltzeit für insgesamt 29 Zeitzonen innovativ und es bereitet immer wieder Freude, sich mit den verschiedenen Uhrzeiten der Erde auseinanderzusetzen.

Da die Casio Edifice EQB-600D per Bluetooth mit dem Smartphone und der Casio Companion App verbunden wird, lassen sich alle Einstellungen auch in der App nachverfolgen. Die App liefert außerdem weiterführende Informationen zu den Zeitzonen. Darüber hinaus gehört zu den smarten Funktionen der Casio Edifice EQB-600D ein Phone-Finder. Betätigt man den unteren Knopf auf der rechten Gehäuseseite und hält diesen einige Sekunden gedrückt, löst das auf einem gekoppelten Smartphone ein Alarm aus. Eine praktische Funktion für alle, die gern ihr Smartphone verlegen.

Casio Edifice EQB-600D Test

Besonders eine smarte Funktion hat uns allerdings bei der Casio Edifice EQB-600D gefehlt: Die smarte Analoguhr hat keinen Wecker. Für uns nicht ganz nachvollziehbar, da ein Lautsprecher in der Uhr verbaut ist, der ein Audio-Feedback auf das Drücken der Knöpfe gibt. Weder auf der Uhr, noch in der Companion-App lässt sich allerdings ein Wecker konfigurieren. Worauf man ebenfalls verzichten muss, sind Vibrationsbenachrichtigungen. Die Uhr wird zwar über Bluetooth connected, ist aber nicht kontinuierlich mit dem Smartphone verbunden. So können keine Benachrichtigungen in Form von Vibrationen auf die Smartwatch gesendet werden – abgesehen davon hat Casio keinen Vibrationsmotor integriert. Beide Kritikpunkte sind nicht aus der Luft gegriffen, denn aktuell erschienene smarte Analoguhren (z.B. von Fossil oder Garmin) verfügen über diese wertvollen smarten Funktionen.

Design und Verarbeitung

Die Casio Edifice EQB-600D ist Männersache. Mit Maßen von 51,9 mm (Länge) x 47,3 mm (Breite) und einer Tiefe von 13,3 mm ist die smarte Analoguhr vor allem für opulente Handgelenke geeignet. Außerdem sollte man schwere Armbanduhren mögen, denn die Casio Edifice EQB-600D wiegt satte 170 Gramm.

Wer damit kein Problem hat, legt sich auf jeden Fall einen Hingucker ans Handgelenk. Das Edelstahlgehäuse ist teils gebürstet, teils poliert. Das Armband ist ebenfalls aus Edelstahl und trägt einiges zum Gewicht der Uhr bei. Die Knöpfe und die Krone sind ebenso maskulin wie der Rest der Uhr. Besonderen optischen Charme verleiht die gekrümmte Weltkugel der smarten Analoguhr. Ich kenne keine andere Uhr, die dieses technisch und visuell interessante Feature hat. In unserer ca. 2-wöchigen Testphase wurde ich mehrfach in Bars und Cafés sowie im Freundeskreis auf die Uhr angesprochen. Der blaue Planet (auf dem Ziffernblatt) hat ohne Frage eine magische Anziehungskraft.

Passend dazu sind die Zeiger des Dualuhr-Chronographen ebenfalls in Blau gehalten. Um die Uhrenlünette zieht sich ein blaues Band. Das findet sich auch beim Bluetooth-Verbindungsknopf auf der linken Gehäuseseite wieder. Hier hat man allerdings auch aus der Not eine Tugend gemacht. Das Problem bei Uhren, die über drahtlose Technologien wie Bluetooth, WLAN oder 3G/LTE mit anderen Devices kommunizieren, ist, dass das Gehäuse nicht komplett aus Edelstahl sein darf. Das hätte zur Folge, dass die verbauten Sender nicht mehr mit der Außenwelt kommunizieren könnten. Eine Verbindung mit dem Smartphone über Bluetooth wäre nicht möglich. Deshalb muss das Edelstahlgehäuse durch einen kleinen Plastikteil unterbrochen sein. Viele Smartwatches lösen das Problem, indem die Rückseite der Uhr einfach aus Hartplastik ist. Da die Casio Edifice EQB-600D in erster Linie eine konventionelle Armbanduhr ist, wollte man nicht auf die Edelstahl-Rückseite verzichten und hat sich mit dem schmalen, blauen Ring um die Lünette beholfen.

Die in der Casio Edifice EQB-600D verbaute Solartechnik fällt optisch überhaupt nicht auf. Sie versteckt sich hinter dem Schwarz des Ziffernblattes. Die Zeiger sowie die Chronographen wirken passend zum Gesamteindruck der Uhr nicht gerade filigran. Die Datumsanzeige ist leider recht tief im Gehäuse verborgen, sodass sie nur lesbar ist, wenn man die Uhr direkt frontal vor sich hat.

Casio Edifice EQB-600D Test

Die Verarbeitung der smarten Analoguhr ist beanstandungsfrei. Das Armband sitzt fest in den Aufnehmern, das Ziffernblatt wird durch kratzfestes Mineralglas geschützt und die Casio Edifice EQB-600D ist darüber hinaus wasserdicht bis 100 Meter (10 Bar). Die Faltschließe sitzt fest und lässt sich nur durch beidseitiges Drücken der Arretier-Knöpfe lösen. Wer ein etwas dünneres Handgelenk hat, kann zahlreiche Glieder entnehmen. Leider ist im Lieferumfang allerdings kein Werkzeug zum Heraustrennen der Glieder enthalten.

Kompatibilität und Konnektivität

Wie bereits erwähnt, ist die Casio Edifice EQB-600D sowohl mit als auch ohne gekoppeltes Smartphone vollumfänglich nutzbar. Wer die Uhr mit dem Smartphone verbinden möchte, benötigt die „Casio+“ App. Diese ist sowohl für android Smartphones, als auch für iPhones verfügbar. Grundvoraussetzung ist mindestens android 4.3 oder iOS 8. Casio bietet auf seiner Edifice-Seite außerdem einen Bluetooth-Kompatibilitäts-Check an. Dort könnt ihr prüfen, ob euer Smartphone mit der Casio+ App und der EQB-600D funktioniert.

Verbunden wird über den Bluetooth 4.0 Low Energy Standard. Allerdings besteht nicht dauerhaft eine Verbindung, sondern nur auf Knopfdruck. In der Companion-App lässt sich dann einstellen, wie lange eine Kopplung aufrechterhalten werden soll. Hier hat man die Wahl zwischen 3, 5 und 10 Minuten. Eine dauerhafte Verbindung zwischen Uhr und Smartphone ist ohnehin nutzlos, denn die Uhr kann keine Benachrichtigungen empfangen, muss daher auch nicht permanent mit dem Smartphone kommunizieren.

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Praktisch an der Companion-App ist einerseits das gut verständliche Tutorial und ein ausführlicher Guide zu den Funktionen der Uhr, andererseits eine Akku-Stand-Anzeige. So kann man auf einen Blick erkennen, ob die Casio Edifice EQB-600D über die Solarzellen mit Licht versorgt werden sollte. Zum Aufladen genügt es, wenn man die Uhr unter eine künstliche Lichtquelle wie z.B. eine Schreibtischlampe legt. Per Sonneneinstrahlung geht’s natürlich ein bisschen schneller.

Die Dual-Zeitzonen lassen sich ebenfalls über die Companion-App einrichten, was das Handling der Uhr erleichtert. Wer sich nicht mit Zeitzonen auskennt, kann sich in der App außerdem darüber informieren, welche Länder in welchen Zonen liegen. Mit einem Knopfdruck in der App lässt sich außerdem die Weltzeit und die Home-Zeit switchen.

In unserem Praxistest haben wir die Casio Edifice EQB-600D mit einem iPhone 5s, einem Samsung Galaxy S7, einem Huawei Nova und einem LG G5 verbunden. Sämtliche Kopplungsversuche und Wiederverbindungen haben reibungslos und schnell funktioniert – eine Zuverlässigkeit, die selbstverständlich sein sollte, bei smarten Analoguhren allerdings nicht immer gegeben ist.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Auf Online-Portalen wie amazon.de ruft Casio derzeit einen Preis von knapp 400 Euro für die Casio Edifice EQB-600D auf. Vergleicht man das mit smarten Analoguhren von Garmin (z.B. Garmin vivomove, ca. 220 Euro oder der Fossil Q (ca. 140 Euro) wird schnell klar, dass Casio hier in der Premium-Klasse mitspielen möchte. Fakt ist, dass die smarte Analoguhr einen erheblichen Vorteil im Bereich der Batterielaufzeit hat. Durch das Solarmodul fällt das Thema Akkuladen bzw. Batterietausch weg. Das rechtfertigt sicher eine preisliche Differenzierung nach oben. Auch die Wasserdichte von 100 Metern ist in diesem Segment keine Selbstverständlichkeit.

Für die fehlenden smarten Funktionen wie Wecker oder Benachrichtigung via Vibration muss man aber auch wieder etwas vom Preis abziehen. Wir finden, dass man für knapp 400 Euro eine leicht überteuerte Armbanduhr bekommt, die allerdings mehrere Alleinstellungsmerkmale aufweisen kann und damit sicher für den ein oder anderen Uhren-Enthusiasten den hohen Preis rechtfertigt. Läge die Casio Edifice EQB-600D bei ca. 350 Euro, wäre sie eine echte Alternative für alle, die sich noch nicht trauen, auf eine vollwertige Smartwatch umzurüsten.

 

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