Pebble Time

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* Preis wurde zuletzt am 1. März 2017 um 19:28 Uhr aktualisiert.


Typ Time
Marke Pebble

Technik und Funktionsumfang

Kurzes Pebble 1×1: Ursprünglich startete Pebble als Kickstarter Projekt. Mit der Pebble Smartwatch brachte das Unternehmen eine legitime Smartwatch auf den Markt, mit einigen damals einzigartigen Features, wie z.B. das e-Ink Display oder eine Wasserdichte von 50 Metern. Der Premium-Ableger war die Pebble Steel, die sich aber nur im Edelstahlgehäuse von der Pebble Smartwatch unterscheidete.

Mittlerweile ist viel Zeit ins Land gegangen und die Weiterentwicklungen heißen heute Pebble Time und Pebble Time Steel. Pebble setzt bei so ziemlich allem auf einen ganz eigenen Weg. Die Pebble Time kann technisch nicht annähernd mit aktuellen Smartwatch-Modellen mit Android wear oder der Apple Watch mithalten. Verbaut ist ein 0,2 Mhz Prozessor mit einem Kern. Im Vergleich: LGs Flagschiff, die LG Watch Urbane hat einen Snapdragon 400 mit 1,2 Ghz und vier Kernen verbaut. Pebble gibt auch keine Auskunft über Arbeitsspeicher und Festplattengröße. Das immer noch verwendete e-Ink Display ist mittlerweile 6-farbig und in seiner Brillanz und ppi-Zahl nicht annähernd mit der Konkurrenz zu vergleichen. Das alles gehört jedoch zum Konzept des Herstellers.

Pebble Time

Bei der Pebble Time kommt es auf andere Werte an: Das ultrasparsame e-Ink-Display hat nämlich bei normaler Nutzung eine Akkulaufzeit von bis zu einer Woche. In unserem Test hielt der Akku sogar ganze 10 Tage durch. Das ist absolute Spitze im Smartwatch-Bereich. Und dabei arbeitet der Akku nur mit 150 mAh. Das nennen wir Effizienz in Reinform. Pebble setzt darüber hinaus noch immer auf eine Steuerung über Hardware-Tasten und nicht auf einen Touchscreen. Die Bedienung des eigenen Betriebssystems „Pebble OS“ funktioniert damit aber einwandfrei.

Die Pebble Time besitzt alle wichtigen Sensoren, wie z.B. Schrittzähler, Kompass und Mikrofon. Softwareseitig bietet das Betriebssystem zwar nicht ganz den Funktionsumfang einer Apple Watch oder einer android wear Smartwatch, kommt aber ganz dicht ran. Benachrichtungsfunktionen mit Sprachbeantwortung, Fitness- und Schlaftracker, ein Duzent vorinstallierte Ziffernblätter (Watchfaces) sowie native Apps wie Wecker, Stoppuhr etc. sind vorhanden.

Besonders gelungen fanden wir in unserem Praxistest auch die neue Timeline, in der alle vergangenen, derzeitigen und zukünftigen Benachrichtigungen und Termine angezeigt werden. Im Gegensatz zum Vorgängermodell hat sich die Wasserdichte von 50 auf 30 Meter verringert.

Design und Verarbeitung

Auch das Design der Pebble Time unterscheidet sich maßgeblich vom Vorgängermodell. Die Smartwatch wirkt nun viel harmonischer mit ihren abgerundeten Ecken und ihrer fast quadratischen Form. Das Gehäuse ist 38 x 41 mm groß und somit mit der kleinen Variante der Apple Watch vergleichbar. Die Dicke ist durchschnittlich mit 9,5 mm. Durch die abgerundete Form wirkt die Pebble Time jedoch stets schlank.

Standardmäßig wird die Pebble Time mit einem Silikon-Armband ausgeliefert. Das Armband ist aber durch ein beliebiges 22 mm Armband zu ersetzen und macht die Pebble Time damit zu einem flexiblen Stylebegleiter. Die Verarbeitung der Pebble Time ist anstandslos. Hier wurden Materialien wie rostfreies Edelstahl verwendet um eine Wasserdichte von bis zu 30 Metern zu gewährleisten. Auch das Display ist durch massives Glas geschützt, vergleichbar mit Gorilla Glas 3.

Kompatibilität

In Sachen Kompatibilität kann keiner Pebble was vormachen. Die Pebble Smartwatch war lange Zeit die einzige vollwertige Smartwatch, die sowohl mit iOS als auch mit Android kompatibel war. Diesen Wettbewerbsvorteil hat auch die Pebble Time beibehalten. Mindestvoraussetzung ist ein iPhone 4s mit iOS 8.0 oder ein Android-Phone mit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich). Vor allem die Kompatibilität mit Geräten unterhalb android 4.3 macht die Pebble Time auch für User mit älteren Android-Smartphones sehr attraktiv.

Pebble Time

Mithilfe der Smartphone App „Pebble Time“ lassen sich dann auch alle wichtigen Voreinstellungen auf dem Smartphone tätigen. Darüber hinaus betreibt Pebble einen eigenen App-Store, der hinter dem Play Store von Google und dem AppStore von Apple das drittbeste Angebot vorweisen kann. Mittlerweile sind über 8.000 Apps verfügbar und sollten wenig Wünsche offen lassen. In unserem Praxistest mussten wir dann aber doch feststellen, dass der Festplattenspeicher immer noch nicht richtig ausgebaut ist. Wir konnten leider nicht mehr als 11 Apps auf der Pebble Time installieren. Danach mussten wir immer wieder per Smartphone App die kleinen Programme hin und her schieben und löschen. Das ist und bleibt ein Kompatibilitätsmanko der Pebble Time.

Preis/Leistung

Mit ca. 250 Euro ist die Pebble Time kein Schnäppchen und liegt damit in der Preisliga von LGs G Watch R und über der Moto 360, dafür aber immer noch deutlich unter der kleinen Version der Apple Watch. In Sachen Leistung sind wir hin und hergerissen. Einerseits ist es ja schön eine Smartwatch zu tragen, die ich durch das e-Ink-Display nur einmal in der Woche aufladen muss.

Mir persönlich ist das nicht so wichtig, da ich mein Smartphone sowieso jeden Abend lade und in diesem Zug auch die Smartwatch andocke. Ein ordentliches Display mit guter Auflösung und entsprechender Farbvielfalt ist mir dann aber schon wichtig. Vor allem wenn ich verschiedene Watchfaces ausprobiere. Hier kann die Pebble Time nicht wirklich mit Modellen gleicher Preisklasse konkurrieren. Das eigene Betriebssystem tut hingegen zuverlässig seine Dienste und steht in Sachen Funktionen nur geringfügig den Alternativen nach.

Wir halten daher das Preis/Leistung-Verhältnis für in Ordnung, wenngleich es auch Modelle mit technisch anderem Fokus für ähnliches Geld gibt.

 

Autor:
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* Preis wurde zuletzt am 1. März 2017 um 19:28 Uhr aktualisiert.

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