Samsung Gear S3

Samsung Gear S3 Test
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* Preis wurde zuletzt am 24. April 2017 um 11:18 Uhr aktualisiert.


Typ Gear S3
Marke Samsung

Die Samsung Gear S3 ist das letzte große Smartwatch-Highlight 2016. Obwohl bereits erste Gerüchte um den Nachfolger des Verkaufsschlagers Samsung Gear S2 im Sommer kursierten und das Gerät dann schließlich im September auf der IFA 2016 mit einer beeindruckenden Bühnenshow vorgestellt wurde, ließ sich Samsung viel Zeit bis zum Verkaufsstart Anfang Dezember. Nun stellt sich also die bedeutende Frage, ob sich das Warten gelohnt hat. Nachdem wir unsere Testgeräte erhalten und die Samsung Gear S3 nun zwei Wochen intensiv in der Praxis getestet haben, können wir euch definitiv eine Antwort auf diese Frage geben. Hier kommt der lange erwartete Praxistest der Samsung Gear S3.

Technik und Funktionsumfang

Wenn wir eines bereits während der Präsentation der Gear S3 auf der IFA 2016 gelernt haben, dann, dass Samsung eine klare Strategie verfolgt: Nicht kleckern, sondern klotzen. Setzt man sich einige Zeit mit der Gear S3 auseinander, so wird klar, dass Samsung einen vergleichsweise hohen Aufwand betrieben hat, um seine Smartwatch weiterzuentwickeln. Das beginnt bereits beim ersten Blick auf das 1,3 Zoll große Display mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln und 278 ppi. Erwartungsgemäß kommt bei der Samsung Gear S3 wieder die Super AMOLED Displaytechnik zum Einsatz, die bereits von den Smartphones, aber auch von der Sport-Smartwatch Samsung Gear Fit 2 bekannt ist. Vorteil dieser Technik ist die atemberaubende Brillanz und Farbtiefe des Displays. Schwarz ist auch wirklich tiefschwarz und nicht dunkelgrau, wie bei einigen TFTs. Helle Farben besitzen eine unglaubliche Leuchtkraft und die Reaktionsgeschwindigkeit des Bildschirms der Gear S3 ist mehr als zufriedenstellend. Dennoch hat die AMOLED-Technik einen winzigen Nachteil: Sieht man ganz genau hin, kann man ganz leichte Treppeneffekte bei den Zeigern erkennen. Das liegt letztlich auch an der zum Vorgängermodell Gear S2 unveränderten Pixeldichte von 278 ppi. Treppeneffekte entstehen nämlich immer dann, wenn die Pixel zu weit auseinander liegen um eine 100 Prozent gerade Linie zu bilden. Durch die Brillanz und Schärfe des AMOLED Displays kommt dieser Effekt erst zum Vorschein. Dennoch können wir das Samsung nicht nachhaltig negativ auslegen, denn wir sprechen hier von Treppeneffekten, die mit bloßem Auge erst erkennbar sind, wenn man in einem Abstand von ca. 10 cm längere Zeit auf die Smartwatch schaut. Schon die Distanz zum Handgelenk genügt, um diesen kleinen Makel zu verschleiern.

Samsung Gear S3 Test

Bleiben wir noch einen Moment beim Display, genauer gesagt bei der Displayhelligkeit. Samsung hat der Gear S3 einen Helligkeitssensor spendiert, der vor allem in Extremsituationen, also bei sehr hellem oder sehr dunklem Umgebungslicht zum Einsatz kommt. In unserem Praxistest haben wir die Uhr einmal in einem abgedunkelten Kinosaal getestet und während eines Mittagsspaziergangs im prallen Sonnenschein. Während die Helligkeit des Displays im Kino auf ein angenehmes und für andere Kinobesucher nicht störendes Niveau heruntergeregelt wurde, powerte der Sensor die LEDs bei Sonneneinstrahlung auf das Maximum, sodass das Ziffernblatt auch unter größtem Lichteinfall sehr gut lesbar war. Alternativ lässt sich das Helligkeitslevel der Gear S3 auch manuell regeln. Dazu stehen insgesamt 10 Helligkeitsstufen zur Verfügung. Zum Vergleich: Bei android wear Smartwatches lässt sich die Displayhelligkeit nicht so fein regulieren, da hier nur 6 Stufen einstellbar sind. Außerdem hat uns die Maximalstufe der Samsung Gear S3 sehr positiv überrascht. Sie ist so hell, dass sie in dunkleren Umgebungen schon fast blendet, während sie bei starkem Lichteinfall ihr ganzes Potential ausspielen kann. Uns ist bisher keine Smartwatch untergekommen, deren Display man heller stellen konnte als das der Gear S3.

Samsung hat im Zuge des Generationensprungs nicht nur das Display vergrößert (von 1,2 auf 1,3 Zoll), sondern auch den Blickwinkel bei starker Neigung verbessert. Selbst wenn man die Uhr flach auf einen Tisch legt und mit seinen Augen nahezu auf gleicher Höhe ist, kann man das Watchface noch lesen. Sogar die Farben bleiben in diesem extremen Neigungswinkel noch genauso kräftig, als würde man frontal auf die Smartwatch schauen. Auch hier hebt sich die Samsung Gear S3 sowohl vom Vorgänger, als auch von der android wear Konkurrenz ab. Vor allem bei android wear Geräten gibt es hier massive Unterschiede im Neigungswinkel. Das Ziffernblatt der Fossil Q Marshal (Praxistest) lässt sich schon bei geringer Neigung nicht mehr gut lesen und dunkelt aus, die LG Watch Urbane 2nd Edition 3G (Praxistest) hingegen, kann fast mit der Gear S3 mithalten und verliert erst bei sehr flachen Betrachtungswinkeln an Farbtiefe.

Kommen wir zu den Innereien der Samsung Gear S3. Unter dem besten Display seiner Klasse stecken ein 1,0 GHz Dual-Core Prozessor, 768 MB Arbeitsspeicher sowie 4 GB Flash-Speicher. Samsung gibt an, dass davon 2 GB frei nutzbar sind, der Rest geht für das Tizen-Betriebssystem und die vorinstallieren Apps drauf. Den freien Speicherplatz kann man auch über die Samsung Gear App jederzeit abrufen. Nun könnte man meinen, der Samsung Exynos Prozessor mit ARM Cortex-A7 CPU wäre mit 1,0 GHz etwas schwach auf der Brust. Aktuelle android wear Smartwatches werden immerhin mit einem Snapdragon Wear 2100 bestückt, der mit 1,2 GHz und einem Quad-Core (also 4 x ARM Cortex-A7 CPUs) ausgestattet ist. Doch erstaunlicherweise – und das hat uns bereits beim Vorgängermodell (Gear S2) überrascht – schafft es Samsung in Kombination mit dem eigenen Tizen-Betriebssystem die flüssigste Smartwatch-Performance abzuliefern. Das lässt sich vor allem an zwei Merkmalen festmachen: Wählt man das werkseitig installierte Watchface „Frontier“, so kommt man in den Genuss von absolut flüssigen Spiegeleffekten, die sich mit der Neigung der Uhr über das Ziffernblatt bewegen und eine natürliche Lichtreflexion imitieren sollen. Uns hat dieses kleine Gimmick nicht nur aus Design-Sicht, sondern auch aus Performance-Aspekten heraus überzeugt.

Samsung Gear S3 Test

Zweiter Indikator für eine herausragende Leistung ist die Reaktionszeit auf die Lünettenbedienung. Wie schon das Vorgängermodell besitzt die Samsung Gear S3 eine drehbare Lünette, die sich ringförmig um das Display legt und mit der man die Smartwatch steuern kann. Dreht man die Lünette beispielsweise nach links, kann man durch die Menüs der Smartwatch scrollen. Mit einem Dreh nach rechts, erscheinen aktuelle Benachrichtigungen, z.B. von Messenger Apps wie WhatsApp oder Outlook, aber auch Fitness-Infos, die von der Samsung Gear S3 selbst generiert werden, wenn man z.B. sein Tagesschrittziel erreicht hat. Die Bedienung mittels drehbarer Lünette ist nicht nur weiterhin das größte Alleinstellungsmerkmal der Samsung Gear S3, sondern auch so verdammt flüssig, dass wir uns mehrfach dabei erwischt haben, minutenlang einfach nur die Drehlünette von links nach rechts zu drehen, weil der Effekt für uns Technik-Nerds einfach unglaublich befriedigend war. Kennt ihr diese Facebook Posts, bei denen irgendwelche Materialien langsam zerquetscht werden oder irgendwelche Maschinen seltsame Muster zeichnen und die Frage gestellt wird, warum dieser Anblick so befriedigend ist? Genau SO ist das mit der Drehlünette der Samsung Gear S3.

Zurück zum Ernst des Lebens. Schauen wir uns einmal die Sensorik der Samsung Gear S3 an. Im Grunde hat Samsung hier nichts vergessen: Der Beschleunigungssensor ist für die Aufzeichnung der Schritte, Geschwindigkeit und Distanz zuständig. Mithilfe des Lagesensors, auch GPS-Modul genannt, kann der exakte Standort bestimmt und die Smartwatch als Navigationssystem genutzt werden. Hierzu ist allerdings die Installation der Samsung App „Here“ (Pendant zu Google Maps) nötig. Mit dem Höhenmesser lässt sich das Niveau über Meeresspiegel bestimmen, das Barometer sorgt für verlässliche Wettervorhersagen. Darüber hinaus hat Samsung der Gear S3 einen Pulssensor spendiert, der automatisch die Herzfrequenz während sportlichen Aktivitäten misst. Es handelt sich aber hierbei nicht um eine unterbrechungsfreie Pulsmessung, wie z.B. bei der Fitbit Charge 2 (Praxistest), sondern um punktuelle Aufzeichnungen im Alltag. Die Gear S3 erkennt aber immerhin automatisch, wenn man mit einem Training beginnt, wählt den richtigen Trainingsmodus und aktiviert während des Workouts die kontinuierliche Herzfrequenzmessung.

Die Samsung Gear S3 verfügt über insgesamt 16 wählbare Trainingsmodi: Laufen, Gehen, Radfahren, Wandern, Ellipsentrainer, Heimtrainer, Stepper, Laufband, Ausfallschritte, Situps, Kniebeuge, Sternsprung, Pilates, Yoga, Rudermaschine sowie ein Programm für sonstige Workouts. Mit diesem Umfang an verschiedenen Sportarten kann sie ohne Zweifel mit aktuellen Sportuhren wie der Samsung Gear Fit 2, der Fitbit Charge 2 oder der Garmin vivoactive HR mithalten. Wir würden sogar so weit gehen und behaupten, dass gerade die Frontier-Version der Samsung Gear S3 eine hochwertige Sportuhr vollständig ersetzt. Zumindest sprechen die zahlreichen Sensoren sowie die exzellente Samsung S-Health App, mit der Fitnessaktivitäten aufgezeichnet werden, dafür.

Bisher hat Samsung zwei Versionen der Gear S3 (Classic und Frontier) auf den Markt gebracht, die technisch und softwareseitig identisch sind. Warten muss man hingegen noch auf die eSIM-Variante der Samsung Gear S3 Frontier. Noch ist nicht klar, wann das Gerät mit autarker Telefonverbindung in Deutschland erscheint. Alle, die ihre Smartwatch jetzt schon vollkommen unabhängig vom Smartphone als eigenständiges Telefon nutzen wollen, müssen sich vorerst mit der Samsung Gear S2 Classic begnügen, die über ein eSIM-Modul verfügt oder über den Kauf des vergleichbaren Konkurrenzproduktes aus dem Hause LG (LG Watch Urbane 2nd Edition 3G) nachdenken.

Mit einem gekoppelten Smartphone lässt sich die Samsung Gear S3 aber trotzdem als Telefon nutzen. Sie verfügt über ein Mikrofon, das sich unter dem Hardware-Button auf der 4-Uhr-Position befindet und einen Lautsprecher, der auf der 9-Uhr-Position verbaut wurde. In unserem Praxistest hat sowohl das Annehmen von Anrufen, als auch das Führen dieser reibungsfrei funktioniert. Wir waren sogar sehr positiv von der Klangqualität des Lautsprechers überrascht, der übrigens auch Musikstücke abspielen kann. Auf maximaler Lautstärke versteht man sein Gegenüber sogar dann, wenn man an einer vielbefahrenen Straße, oder wie in unserem Fall, in direkter Nähe zu einem gefühlt 100 Jahre nicht mehr entkalkten, aufheizenden Wasserkocher steht. Aber auch die Qualität der Sprachübermittlung durch das Mikrofon ist beachtenswert. In unserem Praxistest konnten wir absolut keinen Qualitätsunterschied zum Smartphone-Mikro feststellen.

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Samsung hat im Vorfeld viel mit der langen Akkulaufzeit der Gear S3 geworben. Der 380 mAh große Akku soll bis zu 4 Tage bei durchschnittlicher Nutzung halten. Bevor wir euch verraten, ob sich das in der Praxis bewahrheitet hat, wollen wir die Kapazität des Akkus mit anderen Modellen vergleichen. Schauen wir uns zuerst das Vorgängermodell Samsung Gear S2 an. In dem deutlich kleineren und etwas flacheren Gehäuse der Gear S2 ist ein 250 mAh Akku verbaut. Hier hat Samsung also ordentlich nachgebessert und satte 130 mAh bei der Gear S3 drauf gepackt. Vergleicht man das mit anderen aktuellen Smartwatches, so wird aber schnell klar, dass Samsung hier keine Akku-Revolution gestartet hat. Die LG Watch Urbane 2nd Edition 3G hat z.B. einen 570 mAh großen Akku, die ASUS ZenWatch 3 ist mit 340 mAh ausgestattet. Die Laufzeit beider Smartwatches liegt aber deutlich unter vier Tagen. Wie kommt es also, dass Samsung die kühne Behauptung aufstellt, die Gear S3 würde mit durchschnittlicher Akkukapazität deutlich längere Laufzeiten generieren?

Die simple Antwort darauf lautet: Weil sie’s können! Die Samsung Gear S3 entpuppt sich tatsächlich als Akku-Wunder und hält, je nach Nutzung, 3 bis 4 volle Tage (inkl. Nächte) durch. In unserem Praxistest hat sich der Always-On-Modus des Displays als größte Stellschraube für die Akkulaufzeit herauskristallisiert. Wir haben die Laufzeit der Smartwatch einmal mit daueraktiviertem Always-On-Modus (das Ziffernblatt wird immer angezeigt, die Uhr schaltet das Display beim Tragen niemals ab) getestet und ein anderes Mal ohne Always-On. Die Ergebnisse weichen in der Tat stark voneinander ab. Bei aktivierter Daueranzeige des Displays kamen wir im Test auf 2 Tage und 23 Stunden, also aufgerundet 3 Tage. Bei ausgeschalteter Always-On-Option landeten wir bei knapp über 4 Tagen (4 Tage und 2 Stunden). Dabei haben wir versucht, die Uhr in etwa mit der gleichen Intensität zu nutzen und haben mehrfach täglich Aktivitäten gestartet, den Puls gemessen, die Drehlünette genutzt und das GPS-Modul aktiviert. Insgesamt lässt sich daher sagen, dass die Gear S3 tatsächlich die vorgegebenen Laufzeiten halten kann und selbst bei starker Nutzung länger hält als die gesamte Smartwatch-Konkurrenz mit vergleichbaren technischen Funktionen und hochauflösenden Displays. Am nächsten heran kommt hier die LG Watch Urbane 2nd Edition 3G, die mit ihrem 570 mAh Akku (bei starker Nutzung) knapp 2,5 Tage durchhält. Pebble Smartwatches wie die Pebble Time (Steel) laufen zwar mindestens 5 Tage, können aber hier nicht als Vergleichspunkt herangezogen werden, da sie weder einen Touchscreen, noch ein hochauflösendes Display besitzen.

Samsung hat es also geschafft, eine deutlich ressourcenschonendere Smartwatch zu entwickeln als die Konkurrenz. Um die Frage, warum der 380 mAh Akku deutlich länger hält, abschließend zu beantworten, müssten wir einen Samsung Entwickler fragen. Wir führen die längere Laufzeit allerdings hauptsächlich auf das Samsung-eigene Betriebssystem „Tizen OS“ zurück, das wir im Abschnitt „Kompatibilität und Konnektivität“ näher beleuchten.

Design und Verarbeitung: Allgemein

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Die größten Unterschiede zum Vorgänger zeigen sich im Design und der Verarbeitung der Gear S3. Wie schon bei der Gear S2 gibt es wieder zwei Design-Varianten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Deshalb betrachten und beurteilen wir die Classic- und die Frontier-Variante einzeln. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten, die zusammenfassend genannt werden können.

Zum Beispiel die Maße der beiden Uhren. Auch wenn in der direkten Gegenüberstellung das Display der Gear S3 Frontier größer und die Gear S3 Classic etwas dicker wirkt, bleibt das eine optische Täuschung. Beide Geräte haben Maße von 46,1 x 49,1 mm und sind 12,9 mm dick. Schon häufiger haben wir diesbezüglich die Kritik – oder zumindest die Befürchtung – vernommen, die Gear S3 wäre ein Monster am Arm. Mit aller Deutlichkeit können wir das verneinen. Klar ist: Wer vorher die Samsung Gear S2 getragen hat, wird die Gear S3 anfänglich als groß empfinden. Vor allem die Gear S2 Classic war für eine Armbanduhr mit Maßen von 39,9 x 43,6 x 11,4 mm geradezu mickrig und sah selbst an durchschnittlich gebauten Männerarmen immer zu klein aus. Darauf hat Samsung reagiert und nicht nur das Display um 0,1 Zoll vergrößert, sondern eben auch die Gesamtmaße um ca. 4-5 mm nach oben angepasst. Dadurch wird die Gear S3 ohne Zweifel maskuliner und sichtbarer am Handgelenk – aber nie aufdringlich und protzig. Das gilt sowohl für die schwarze Frontier-Version, als auch für die silberne Classic-Variante.

Samsung hat sich für seine Smartwatch bekannte Uhren-Designer ins Boot geholt, die auf der IFA 2016 das Design-Konzept der Gear S3 ausführlich erklärt haben. Man habe sich an klassischen Armbanduhren orientiert, vor allem aus dem Luxussegment, die häufig Diameter zwischen 42 und 46 mm haben. Auch die drehbare Lünette mit den Zacken an den Rändern nimmt sich konventionelle, mechanische Uhren zum Vorbild. Alles in allem ist den Südkoreanern mit den beiden Gear S3 Modellen ein großer Wurf gelungen und zeigt auf, dass Smartwatches nicht nur smart, sondern vor allem auch „Watches“, also Design-Objekte, sind.

Beide Versionen der Samsung Gear S3 sind im Übrigen wasserdicht nach IP68-Zertifizierung. Das bedeutet in der Praxis, dass die intelligenten Uhren mit unter die Dusche genommen werden können und auch ein Schwimmtraining (ohne Tauchgang) überleben – solange es nicht länger als 30 Minuten dauert und in einer Tiefe von maximal 1,5 Metern stattfindet. Es bedeutet im Umkehrschluss, dass die Samsung Gear S3 absolut ungeeignet für Tauchgänge und auch für das Baden in Salzwasser ist. Gerade bei der Frontier-Version hätten wir uns hier eine echte Wasserdichte für mindestens 50 Meter Tiefe gewünscht, denn sowohl der Look, als auch die Sensorik und das Silikon-Armband deuten an, dass man auch unter Wasser mit der Uhr Spaß haben könnte.

Design und Verarbeitung: Samsung Gear S3 Frontier

Samsung Gear S3 Test

Ersten Verkäufen zufolge ist die Samsung Gear S3 Frontier das gefragtere Modell. Auch bei der Erstpräsentation auf der IFA 2016 hatten Fachjournalisten und Publikum überwiegend die Frontier-Version als Gesprächsthema.

Die Frontier-Variante ist definitiv die sportlichere Uhr. Sie besteht aus einem schwarz legierten Edelstahl-Gehäuse, das auf der Rückseite von einer durchsichtigen Plexiglas-Platte, unter der der Pulsmesser verbaut ist, getrennt wird. Auf das 316L Edelstahlgehäuse wird die drehbare Lünette aufgesetzt. Die Haptik der Lünette macht nichts, als sofort süchtig. Sie lässt sich in kleinen Intervallen nach links und rechts drehen. Veredelt wird die Lünette mit Zacken, die mehr Grip zum Drehen bieten. Die Lünette ist außerdem matt schwarz beschichtet und mit glänzend schwarzen Strichen im Minutenabstand versehen. Eine mutige und wunderschöne Kreation, die ihre ganze Eleganz bei unterschiedlichen Lichteinfällen ausspielt.

Kleine, aber feine, Design-Highlights sind die in den inneren Ring eingelassenen Ziffern im 5-Minuten Abstand. Sie sind in einem glänzenden Silber gehalten, strahlen selbst bei schlechten Lichtverhältnissen und geben der Samsung Gear S3 Frontier den letzten Schliff. Das gilt auch für die beiden Hardware-Buttons am rechten Gehäuserand, die mit einer Riffelung überzogen sind und sich sehr hochwertig anfassen.

Wer nun Angst hat, die Gear S3 Frontier könnte aufgrund der Black-On-Black Legierung zu dunkel anmuten oder gar wie ein schwarzes Loch am Arm wirken, den können wir beruhigen. Die Leuchtkraft des Displays setzt den perfekten Gegenakzent zum dunklen Gehäuse und betont das gewählte Ziffernblatt. Unser Watchface der Wahl ist eindeutig das „Frontier“ Ziffernblatt. An den beiden großen Stunden- und Minutenzeigern und den gut sichtbaren Ziffern sowie den drei Komplikationen lässt sich erkennen, dass die Watchface-Designer hier Pilotenuhren wie den Klassiker IWC Big Pilot im Auge hatten. Wer es etwas sportlicher und informativer mag, wählt das Ziffernblatt „4-in-1“, das gut die Schritte, Kalorien, Etagen und Workoutminuten auf einen Blick sichtbar macht.

Eine weitere Kleinigkeit darf darüber hinaus nicht unerwähnt bleiben: Samsung hat es (sowohl bei der Frontier, als auch bei der Classic) geschafft, den Sekundenzeiger im Always-On-Modus nicht einzufrieren. So bewegt er sich also selbst im Energiesparmodus und lässt die Ziffernblätter noch realistischer erscheinen. Beim Watchface „Frontier“ ist Samsung sogar so weit gegangen und hat die Bewegung des Sekundenzeigers dem einer mechanischen Uhr nachempfunden. Also keine ganz flüssige Bewegung, sondern ein leichtes Stocken, als würde der Sekundenzeiger tatsächlich von einem Mechanikwerk betrieben werden. Für Uhrenliebhaber dürfte das eine echte Wonne sein und bisher hat es kein anderer Smartwatch-Hersteller geschafft, seine Ziffernblätter so detailverliebt auszuarbeiten.

Die Samsung Gear S3 Frontier ist mit einem 22 Millimeter Silikonarmband ausgestattet, das sich per Schnellverschluss gegen jedes handelsübliche 22 Millimeter Band tauschen lässt. Das werksseitig montierte Armband fühlt sich sehr weich an und ist auf der Oberseite geriffelt. Dadurch lässt es sich angenehm anfassen und ergänzt den hochwertigen, aber sportlichen Gesamteindruck der Samsung Gear S3 Frontier. Ohne Armband wiegt die Gear S3 Frontier angenehme 62 Gramm und ist damit etwas leichter als die LG Watch Urbane 2nd Edition 3G und die Huawei Watch. Dennoch liegt sie gut und mit einem angenehmen Gewicht am Arm und man fühlt die Verwendung hochwertiger Materialien.

Design und Verarbeitung: Samsung Gear S3 Classic

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Nachdem Samsung mit der Gear S3 Frontier ein Design-Meisterwerk gelungen ist, fliegt die Classic-Version ein bisschen unter dem Radar. Doch sie schafft es, neben der Frontier nicht komplett unterzugehen. Das ist unter anderem auf das Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl in Silber zurückzuführen. Sie eignet sich somit perfekt als Business-Begleiter.

Das Gehäuse ist etwas klassischer designt und die Drehlünette hat feinere Zacken. Die Lünette selbst lässt sich (zumindest bei unserem Testgerät) einen Tick schwerer drehen als bei der Frontier-Version. Ob das nun beabsichtigt oder produktionsbedingt ist, sei einmal dahingestellt. Im Gegensatz zur Frontier-Version sind die beiden Hardware-Buttons klar erkennbar und ragen ca. 3 Millimeter aus dem Gehäuse hervor. Wir finden, dass Samsung sich beim Design der Buttons noch ein bisschen mehr Mühe hätte geben und die Knöpfe noch mehr an klassische Luxusuhren anlehnen können. Die Druckpunkte der Buttons fühlen sich außerdem bei der Frontier-Version etwas angenehmer an, was letztlich wahrscheinlich an den unterschiedlichen Knopf-Formen liegt.

Die Samsung Gear S3 Classic wird werksseitig mit einem 22 Millimeter Echtlederarmband ausgeliefert. Das ist allerdings mit 3 Millimetern ganz schön dick geraten und wirkt auch nach mehrmaligem Tragen noch recht störrisch. Gerade bei der Classic-Version hätte sich ein filigraneres Lederarmband angeboten und wir empfehlen den Gear S3 Classic Käufern, an dieser Stelle mit einem dünneren Armband etwas nachzuhelfen. Alternativ lässt sich die Gear S3 Classic auch mit einem Edelstahl-Gliederarmband tragen, das beispielsweise über amazon.de in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist. Da das Gehäuse der Classic-Variante 5 Gramm leichter ist als das der Frontier-Version, fällt ein schwereres Gliederarmband auch nicht so sehr ins Gewicht.

Das Watchface unserer Wahl für die Samsung Gear S3 Classic nennt sich, wie könnte es anders sein, „Klassik“ und erinnert durch die helle Grundfarbe und die dunklen Komplikationen ein wenig an die Panda-Dials der Rolex Daytona aus den 70er Jahren. Im Gegensatz zur Frontier ist die Lünette der Classic nicht mit Strichen bedruckt und statt Ziffern im 5-Minuten Abstand befinden sich dezente, silberne Striche im inneren Ring. Alleine durch diesen Design-Unterschied wirken die beiden Modelle vollkommen anders.

Letztlich waren wir von der Samsung Gear S3 Classic deutlich angetaner, als vermutet. Die Uhr lässt sich wunderbar unter Business-Hemden und Anzügen tragen, passt aber auch zu sportlicher Freizeitkleidung und spielt sich durch das klassische Design nie zu sehr in den Vordergrund.

Kompatibilität und Konnektivität

Bisher ist die Samsung Gear S3 also auf bestem Kurs, den Smartwatch-Thron zu erklimmen. Doch einen Stein hat sich Samsung selbst in den Weg gelegt. Zugegeben, das Tizen-Betriebssystem ist wirklich durchdacht, arbeitet perfekt mit der digitalen Drehlünette und ist höchstwahrscheinlich der Hauptgrund für die lange Akkulaufzeit. Der Umfang der Funktionen unterscheidet sich nur an einigen wenigen Stellen von android wear. Zum einen lassen sich werksseitig installierte Ziffernblätter unter Tizen besser individualisieren, zum anderen verfügt die Gear S3 durch Tizen bereits heute über die Möglichkeit der Tastatureingabe. Android wear User müssen sich hier noch ein bisschen gedulden, bis Anfang 2017 android wear 2.0 erscheint.

Welcher Stein also ist es, der den Weg zum Thron erschwert? Es ist die App-Vielfalt im Galaxy Gear Store, der mittlerweile einfach „Galaxy Apps“ heißt. Während Google mit android wear eine Plattform geschaffen hat, für die es mittlerweile über 5.000 Apps gibt, hinkt Samsung mit ca. 1.000 Apps für die Samsung Gear S2 und Gear S3 noch recht weit hinterher. Doch bricht das der Gear S3 das Genick? Wir sagen ganz klar: Nein! Zum einen sind 1.000 Apps schon eine ganze Menge und vor allem im letzten halben Jahr sind so viele neue Apps für die Tizen-Plattform auf den Markt gekommen, dass auch in den kommenden Jahren mit einem schnellen Wachstum zu rechnen ist. Viele wichtige Anbieter wie Facebook, WhatsApp, Outlook, Spotify, Twitter oder Glympse sind auf der Gear S3 verfügbar. Drittanbieter aus dem Fitness-Bereich wie Runkeeper, Runtastic oder Strava benötigt man gar nicht, denn die Samsung-eigene S-Health-App ist gleichwertig und kombiniert dazu noch Daten der Gear S3 und des Smartphones. Auch ein Ernährungscoach, Kardio- und Entspannungstrainer sowie Schalfphasen-Tracker ist mit an Bord.

Samsung Gear S3 Test

Weniger begeistert waren wir hingegen von den im Galaxy Apps Store erhältlichen (kostenlosen und kostenpflichtigen) Watchfaces für die Samsung Gear S3. Hier werden teilweise dilettantische Designs präsentiert, die weder zur hochwertigen Optik der Samsung Gear S3 passen, noch besonders innovativ sind. Glücklicherweise ist aber die Facer-App verfügbar, mit der man auf einen riesigen Pool an von Usern gestalteten Watchfaces zurückgreifen kann. Alternativ kann man sich auch mit dem Gear Watch Designer (per App und als Desktop-Programm für Mac & Windows verfügbar) an die Kreation eigener Ziffernblätter heranwagen.

Darüber hinaus ist uns bei den Benachrichtigungsfunktionen der Drittanbieter-Apps wie WhatsApp oder Facebook aufgefallen, dass lediglich die neuste Nachricht auf der Gear S3 (vollständig) gelesen werden kann. Kommen mehrere neue Nachrichten (ggf. in unterschiedlichen Chats oder Gruppen) gleichzeitig an, so ist man gezwungen, das Smartphone zu bemühen, um alle Nachrichten zu lesen. Dieses Manko auszubessern, halten wir für eine der größten Aufgaben für kommende Gear S3 Updates.

In Sachen Konnektivität verfügt die Samsung Gear S3 selbstredend über ein Bluetooth-Modul mit Low Energy Standard 4.2 sowie über WLAN (802.11 b/g/n). Letzteres ist schnell eingerichtet, die Eingabe des Netzwerkschlüssels genügt und schon empfängt die Samsung Gear S3 auf Nachrichten, wenn das Smartphone außerhalb der Bluetooth-Reichweite ist. Der Lagesensor kann im Übrigens sowohl GPS-, als auch GLONASS-Signale (europäischer Standard) empfangen. Das wird ab 2018 besonders relevant, denn dann werden die europäischen Satelliten auch für Privatanwender geöffnet.

Darüber hinaus hat Samsung der Gear S3 wieder ein NFC-Modul spendiert, mit dem zukünftig z.B. kontaktlose Zahlungen an Supermarktkassen oder auch ein bequemer Datenaustausch zwischen Smartwatches mit NFC-Technik möglich sein werden. Das setzt aber vor allem voraus, dass in Deutschland das Thema NFC schneller vorangetrieben wird. Denn bisher funktionieren Services wie Google Pay, Samsung Pay oder Apple Pay nur deswegen noch nicht, weil die Politik immer noch in der Prüfphase ist, während viele Supermarktketten bereits die entsprechenden Geräte angeschafft haben und mit manchen Kreditkartenanbietern bereits NFC-Zahlungen möglich sind.

Samsung Gear S3 Test

Bleibt nur noch die Kompatibilität der Gear S3. Samsung wäre nicht Samsung, wenn sie nicht ständig erwähnen würden, dass man doch am besten ein Samsung Galaxy Smartphone für die Gear S3 nutzen sollte. Das ist aber aus unserer Sicht eine reine Verkaufstaktik. Die Samsung Gear S3 ist vollständig kompatibel mit allen android Smartphones, auf denen mindestens android 4.4 läuft und die über ein Minimum von 1,5 GB Arbeitsspeicher verfügen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte noch einmal einen Blick in die offizielle Kompatibilitäts-Liste von Samsung werfen.

Aber selbst wenn euer android Smartphone (vielleicht weil es neuer als die Liste ist) dort nicht aufgeführt ist, besteht eine sehr große Chance, dass das Gerät gekoppelt werden kann. Für unseren Praxistest haben wir die Samsung Gear S3 beispielsweise mit dem brandneuen Huawei Nova gekoppelt, das in der Kompatibilitäts-Liste nicht explizit genannt wird – und das funktionierte einwandfrei. Einen kleinen Vorteil gibt es jedoch, wenn man ein Samsung Galaxy Smartphone hat: Der Ersteinrichtungsprozess geht etwas schneller. Als Nicht-Samsung-Galaxy-User muss man zum Koppeln der Smartwatch auf dem Smartphone zuerst die Samsung Gear App aus dem Google Play Store herunterladen und installieren. Öffnet man diese, wird man sofort aufgefordert, das Samsung Gear Plugin aus dem Play Store zu laden und zu installieren und danach soll man noch das Samsung Synchronisierungs-Tool runterladen. Darüber hinaus müsst ihr euch bei Samsung registrieren um eine Samsung ID zu erhalten. Erst dann können die Daten zwischen Smartphone und Smartwatch reibungsfrei getauscht werden. Samsung Galaxy User haben erstens bereits eine Samsung ID, die automatisch erkannt wird und müssen lediglich die Samsung Gear App aus dem Galaxy Apps Store laden.

Weil wir in letzter Zeit viele Anfragen von euch bekommen, ob die Samsung Gear S3 bzw. die Gear S2 mit dem iPhone kompatibel ist, wollen wir noch einmal ein bisschen Licht ins Dunkel bringen (Stand Ende Dezember 2016). Samsung hat im Spätsommer für Aufsehen gesorgt, als eine Beta-App des Gear Managers for iOS in verschiedenen Foren aufgetaucht ist (Download auf dieser Seite). Wer etwas geschickt ist und weiß, wie man nicht zertifizierte Apps auf sein iPhone lädt, kann also seine Samsung Gear S2 und auch die Samsung Gear S3 bereits mit dem iPhone verbinden. Allerdings handelt es sich beim Gear Manager for iOS um eine Beta-Version, die noch nicht alle Funktionen enthält und auch noch etwas buggy ist. Im Herbst 2016 hat Samsung dann die offizielle Testphase für den Gear Manager for iOS begonnen und einer Gruppe Auserwählter die App zugespielt. Es handelt sich also um eine geschlossene Beta-Testphase, an der die Öffentlichkeit nicht weiter beteiligt ist. Wer schnell genug war (so wie wir), konnte sich innerhalb der ersten 48 Stunden einen Account für den geschlossenen Beta-Test sichern. Daher können wir bestätigen, dass es eine funktionierende App gibt, die das iPhone mit der Samsung Gear S3 bzw. der Gear S2 und auch der Gear Fit 2 verbindet. Allerdings ist diese leider noch nicht öffentlich zugänglich und immer noch in einer (späten) Beta-Phase. Samsung hat bereits mehrfach angekündigt, die App noch dieses Jahr in den iTunes Store bringen zu wollen, doch bisher ist nichts passiert. Ob das letztlich an Samsung oder an Apple liegt, die in der Samsung Gear S3 eine große Konkurrenz sehen, ist nicht abschließend zu klären. Aktueller Sachstand ist, dass der Gear Manager for iOS 2017 offiziell in den iTunes-Store aufgenommen werden soll.

UPDATE: Seit dem 9. Januar 2017 ist die offizielle Samsung Gear S App auch im iTunes Store verfügbar. Somit ist die Samsung Gear S3 nun auch mit iPhones (nahezu) vollständig kompatibel.

Samsung Gear S3 Test

Die derzeit (Stand Dezember 2016) erhältlichen Samsung Gear S3 Modelle „Classic“ und „Frontier“ sind technisch baugleich und es gibt keine Unterschiede in der Konnektivität und Kompatibilität. In den USA ist bereits eine „LTE“-Variante der Gear S3 Frontier erhältlich. Damit ist das autarke Telefonieren mit der Smartwatch möglich. Wann diese Variante nach Europa, bzw. nach Deutschland kommt, ist derzeit noch unklar.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Sowohl die Samsung Gear S3 Classic, als auch die Gear S3 Frontier liegen kurz nach Marktstart bei 399 Euro (z.B. über amazon.de). Das ist durchaus die oberste Smartwatch-Preisklasse. Gleich viel kostet die LG Watch Urbane 2nd Edition 3G, der schärfste Konkurrent mit android wear Betriebssystem. Deutlich günstiger ist die ebenfalls kürzlich erschienene ASUS ZenWatch 3 (249 Euro), die in Sachen Verarbeitung durchaus mit der Gear S3 mithalten kann, technisch aber deutlich das Nachsehen hat.

Die edle Huawei Watch Active liegt derzeit bei 350 Euro und hat den Vorteil, dass sie aus einem Block Chirurgen-Edelstahl geschaffen wurde. Doch auch dieser Smartwatch fehlen einige Features (wie z.B. das GPS-Modul oder der Helligkeitssensor). Weitere android wear Smartwatches liegen ebenfalls deutlich unter dem Kaufpreis der Samsung Gear S3 und sind deutlich schlechter ausgestattet.

Samsung Gear S3 Test

Vergleichsweise viel zahlt man auch noch für das Vorgängermodell, die Samsung Gear S2 Classic. In Schwarz liegt sie nur 100 Euro unter der Gear S3, hat aber auch kein GPS-Modul, ein kleineres Display und Gehäuse. In der Sonderedition Platin und Roségold liegt die Gear S2 sogar bei 329 Euro und damit nur 70 Euro unter dem aktuelleren Modell.

Fakt ist also, dass man für 400 Euro die derzeit technisch beste und aus unserer Sicht schönste Smartwatch auf dem Markt bekommt. Das überragende Display, der Helligkeitssensor, das GPS-Modul, die durchdachte Integration der drehbaren Lünette in das Tizen-Betriebssystem sowie die blitzschnelle Performance und die überdurchschnittlich lange Akkulaufzeit – das alles sind Gründe, etwas mehr Geld für eine Spitzen-Smartwatch auf den Tisch zu legen.

Hinzu kommen die beiden gelungenen Design-Varianten, die sowohl für Liebhaber sportlicher Uhren (Gear S3 Frontier) als auch klassischer Designs (Gear S3 Classic) den richtigen Begleiter am Handgelenk bieten. Außerdem begrüßen wir den mutigen Schritt von Samsung, die Gear S3 etwas größer und damit sichtbarer zu gestalten. Es wäre einfach zu schade gewesen, eine so hervorragend verarbeitete und mit Liebe zum Detail designte Smartwatch am Handgelenk untergehen zu sehen.

Zwar wäre für 400 Euro gerade bei der Samsung Gear S3 Classic die Verwendung eines dünneren Lederarmbandes wünschenswert gewesen und auch die Verzögerung des Marktstarts der eSIM-Frontier-Version ist ein wenig ärgerlich, doch kann das letztlich unsere nahezu uneingeschränkte Freude über ein wahres Smartwatch-Meisterwerk nicht trüben.

 

Autor:
Samsung Gear S3 Test

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* Preis wurde zuletzt am 24. April 2017 um 11:18 Uhr aktualisiert.

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