WatchOS 3: Alle neuen Funktionen erklärt (inkl. WWDC Video)

veröffentlicht am 14. Juni 2016 in News und Updates von
WatchOS 3: Alle neuen Funktionen erklärt (inkl. WWDC Video)

Gestern wurde mit WatchOS 3 eine neue Version des Apple Watch Betriebssystems auf der WWDC vorgestellt. Wir zeigen und erklären euch alle neuen Funktionen.

Die Präsentation der Neuheiten rund um die Apple Watch standen nicht gerade im Hauptfokus der WWDC 2016. Es ging eher darum, wie man die iMessage-App auf dem iPhone aufbohren und das Thema “Internet of Things” prominenter im Apple Universum platzieren kann. Die Präsentation des neuen Apple Watch Betriebssystems WatchOS 3 nahm an Ende schlanke 17 Minuten des Abendprogramms ein.

Trotzdem hat Apple mit WatchOS 3 ein umfangreiches Update präsentiert, das vor allem die Apple Watch deutlich schneller macht. Eine Performance-Steigerung um das 7-fache verspricht das Unternehmen und beweist es prompt in einigen Vorführsequenzen. Während Apple Watch User bisher ein Ladekreisel vor dem Öffnen von Apps gewohnt waren, ist ab WatchOS 3 nichts mehr davon zu sehen. Nahezu verzögerungsfrei starten Programme nun. Auch das Wechseln in eine andere App sieht flüssiger als je zuvor aus. Das dürfte sehr viele Apple Watch User mehr als glücklich machen.




Neben Performanceverbesserungen hat Apple eine Reihe von Verbesserungen in der Benutzerführung, neue Watchfaces, einige neue Features in bestehenden Apps sowie komplett neue Programme vorgestellt.

Nachfolgend stellen wir euch alle neuen Funktionen von WatchOS 3 detailliert vor. Außerdem haben wir euch die passenden Stellen der Präsentation auf der Apple Entwicklerkonferenz rausgesucht.

 

WatchOS 3 ist sieben Mal schneller als WatchOS 2

Wie bereits erwähnt ist eine der größten Neuerungen die Performance-Steigerung von WatchOS 3. Zu Beginn der Präsentation wird das eindrucksvoll anhand der Apple Watch App “Onefootball” demonstriert.

 

Neues Übersichts-Menü für geöffnete Apps (“The Dock”)

iPhone-User sollte dieses Feature sehr bekannt vorkommen. Drückt man doppelt die Home-Taste auf dem iPhone, erscheint eine Übersicht über die geöffneten Apps. Gleiches gilt nun für die Apple Watch. Wenn man den Side-Button unterhalb der digitalen Krone drückt, erscheint das App-Menü (“The Dock”) und man kann durch die geöffneten Apps scrollen, diese auswählen und beenden. Zwei Scroll-Möglichkeiten gibt es: Entweder man wischt von App zu App oder man nutzt den Zeitstrahl unterhalb der Apps um schnell vor und zurück zu scrollen.

 

Shortcuts im Control-Center

Auch hier nähert sich WatchOS 3 dem iPhone-Betriebssystem immer weiter an. Nun wurde für die Apple Watch das Control-Center integriert. Mit einem Fingerswipe nach oben erhält man Zugriff auf die wichtigsten Shortcuts wie Akkustand, Flight-Mode, Stummschalten, Ruhemodus, Vibrationsalarm und Bildschirm sperren.

 

Quick-Replies und Scribble für Nachrichten

Vordefinierte Antwortsätze konnte man bereits bei WatchOS 2 erstellen. Nun sind sie aber leichter zugänglich. Erhält man eine Nachricht, scrollt man einfach runter und sieht direkt unter der Nachricht die Quick-Reply-Sätze. Ein wirklich cooles, neues Feature ist allerdings Scribble. Mit Scribble kann man mittels Handschrift auf Nachrichten individuell antworten. Dazu zeichnet man einfach Buchstabe für Buchstabe auf das Apple Watch Display und es wird in Schreibschrift umgewandelt. Das scheint ziemlich flüssig und auch bei recht unleserlicher Handschrift zu funktionieren, wie das nächste Video zeigt.

 

Neues, individualiserbares Watchface: Mini Maus

Auch wenn es nahezu albern erscheint, das Mickey Maus Watchface der Apple Watch ist beliebter als jedes andere Watchface. Nun bekommt Mickey Konkurrenz. Mit WatchOS 3 kommt Mini Maus auf die Apple Watch. Das individualisierbare Watchface lässt sich an die Armbandfarbe oder Stimmung des Users anpassen.

 

Zwei neue Watchfaces, Schnellauswahl von Watchfaces

Neben Mini Maus gibt es zwei neue, seriösere Watchfaces. Das eine erinnert stark an das von android wear bekannte Google Fit Watchface. Mit dem Fitness-Watchface der Apple Watch kann man nun die bekannten Ringe direkt auf dem Ziffernblatt sehen. Es gibt drei Design-Varianten (Ringe im Vordergrund, Darstellung als Chronograph und Textdarstellung). Darüber hinaus hat Apple ein sehr minimalistisches Watchface vorgestellt, das eher für den Alltagsgebrauch geeignet ist. Zwei Zeiger und eine mitwandernde Stundenanzeige in Ziffernform. That’s it.

Auch der Zugriff auf die Watchfaces wurde vereinfacht. Nun kann man mit einem diagonalen Swipe von rechts oben nach links unten von Watchface zu Watchface wischen.

 

Live-Demo-Session

Nach der Präsentation der oben genannten Features führt ein Apple Mitarbeiter die neuen Funktionen in einer Live-Session vor:

 

SOS-Button mit automatischem Notruf

Man könnte meinen, Apple hätte sich mit Pebble abgesprochen. Denn vor Kurzem wurde der Pebble Core vorgestellt, ein multifunktionales Wearable, das ebenfalls einen Notruf-Button hat. Bei der Apple Watch funktioniert das so, dass man den Side-Button lang halten muss um den Notruf zu aktivieren. Danach läuft ein Timer runter, bevor die örtliche Notruf-Leitstelle informiert wird. Außerdem kann man Freunde hinterlegen, die automatisch im Notfall eine Nachricht mit dem Standort des Betroffenen erhalten. Ziemlich beeindruckend ist außerdem, dass die Apple Watch erkennt, in welchem Land man sich befindet und die richtige Notruf-Nummer selbst auswählt. Diese sind von Land zu Land bekanntlich unterschiedlich, z.B. in den USA 911, in Deutschland 112. Außerdem kann man auf der Apple Watch nun Gesundheitsdaten wie die Blutgruppe für den Abruf im Notfall speichern.

 

Activity Sharing: Sportliche Aktivitäten mit Freunden teilen

Activity Sharing heißt die neue Funktion in WatchOS 3, die das Teilen von Gesundheits- und Trainingsdaten mit Freunden zulässt. Hat man die Kontakte hinzugefügt, sieht man deren Aktivitätsringe und kann Details wie täglicher Kalorienverbrauch, gelaufene Strecke oder Herzrate einsehen. Um sich mit den Kontakten auszutauschen, hat Apple die Nachrichten-Funktion direkt ins Activity Sharing eingebaut. So kann man vordefinierte Kurznachrichten oder Scribbles an Freunde schicken und sich gegenseitig anfeuern.

 

Anpassung der Sensoren an die Bewegungen von Rollstuhlfahrern

Ganz offensichtlich ist der Bewegungsablauf eines Rollstuhlfahrers völlig anders als der eines Läufers. In WatchOS 3 können nun auch Rollstuhlfahrer die Distanz mittels der Sensoren der Apple Watch tracken. Dazu wurde der Bewegungsablauf eines Rollstuhlfahrers analysiert und in die Software der Apple Watch integriert. Im diesem Video wird das eindeutig erklärt:

 

Neue Breathe-App

Etwas esoterisch wird es mit der neuen Breathe-App unter WatchOS 3. Diese dient dazu, sich im Alltag eine kurze Auszeit zu nehmen, um bewusst und tief ein- und auszuatmen. Unterstützend vibriert die Uhr um das Atmen zu unterstützen und ein animierter Kreis, der größer und kleiner wird, zeigt ebenfalls die Atemzüge an.

 

Wie sind die Neuerungen unter WatchOS 3 zu bewerten?




Die eigentlich größte Neuerung unter WatchOS 3 ist kein tolles, neues, Hippies Feature, sondern einfach die Performance. Wer die Apple Watch als Alltagsbegleiter nutzt weiß, wie nervig Wartezeiten sein können, wenn man schnell Informationen benötigt. Die Beschleunigung des Betriebssystems um das 7-fache ist ein sehr sinnvoller und guter Schritt von Apple.

Auch die Scribble-Funktion überzeugt. Sie bietet eine gute Möglichkeit, individuelle Nachrichten auf einem kleinen Bildschirm schnell zu verfassen. Natürlich wird man mit dieser Technik keine Romane schreiben, darauf ist das Konzept aber auch nicht ausgerichtet.

Wie so häufig in letzter Zeit ist vieles nur Spielerei. Die Benutzerführung wurde mit dem Dock und dem Control-Center verbessert, das zählt noch zu den wichtigeren Details. Aber ganz ehrlich, kein Mensch kauft sich die Apple Watch, nur weil es jetzt Mini Maus als Watchface gibt. Oder weil man jetzt die Activity-Daten eines Freundes abrufen kann. Hier bläst Apple mal wieder triviale Neuerungen zu etwas Größerem auf.

Sinnvoll sind hingegen die SOS-Funktion (die im Notfall wirklich Leben retten kann) und die Anpassung der Sensoren an Rollstuhlfahrer. Dass man gerade diese Zielgruppe in den Fokus genommen hat zeigt, dass Apple auch im sozialen Bereich mitdenkt.

Alles in allem raten wir auf jeden Fall zum Update auf WatchOS 3. Gestern ist eine erste Beta-Version für Entwickler erschienen, die Endkunden-Vision wird im Herbst 2016 veröffentlicht.

Bis dahin könnt ihr ja noch ein bisschen auf smartwatch-im-praxistest.de schmökern und noch einiges mehr über die Apple Watch erfahren:

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Gründer und Chefredakteur bei smartwatch-im-praxistest.de
Florian Müller ist Gründer und Chefredakteur von smartwatch-im-praxistest.de. Seit mehr als 10 Jahren ist er als Journalist, Blogger und Experte im Bereich Marketing und SEO tätig. Seine journalistische Laufbahn begann bei einem großen Online-Musikmagazin. Schnell wurde sein selbstgeschriebener Blog zum Publikumsliebling. In den folgenden Jahren gründete er mehrere Websites im Bereich Film-, Buch-, Musik- und Technik-Reviews und leitete die Online-Magazine als Chefredakteur. Als Gadget-Geek träumt er auch noch nachts von elektronischen Alltagshelfern und technischen Spielereien.
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